6 fragwürdige Steuern in Deutschland

(Bild) SteuernWeil immer mehr Deutsche an Diabetes erkranken, fordern Verbände eine Steuer auf Zucker und Fett. Einige Lebensmittel würden dadurch drastisch teurer werden. Weitere fragwürdige Steuern, die bereits verwirklicht sind, stellt Blog.Geld.de vor.

Luftsteuer in Mittelfranken

Der ein oder andere Bürger wird im Scherz schon einmal geschimpft haben, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Luft besteuert würde. Tatsächlich wird dies längst praktiziert. In Fürth beispielsweise müssen Geschäftsleute die Steuer entrichten, wenn an der Hauswand angebrachte Automaten mehr als 15 Zentimeter auf den Gehweg ragen. Auch Werbeschilder und Leuchtreklamen, die mehr als 30 Zentimeter in den „öffentlichen Raum“ ragen, sind steuerpflichtig. Nach Fürth könnte die Luftsteuer nun auch Bergisch Gladbach treffen.

Die Kaffeesteuer ist ausgesetzt

Von 2007 bis 2010 wurde in Deutschland auch Kaffee besteuert. Die Kaffeesteuer führte innerhalb von drei Jahren zu Einnahmen von rund einer Milliarde Euro. 2,19 Euro war der gepfefferte Steuersatz für ein Kilogramm Röstkaffee. Für Kaffeepulver lag die Steuer sogar bei 4,78 Euro.

Steuer auf Automatenspiel

Eine gesonderte Steuer auf das Glücksspiel am Automaten hat 2010 die Stadt Berlin eingeführt bzw. erhöht. Der bisherige Satz von 11 Prozent wurde auf 20 angehoben. Durch die Steuer erhofft man sich, die Zahl der Spielautomaten zu verringern. In zahlreichen deutschen Städten ist dies bereits erfolgreich gelungen.

Oberhausen erhebt eine Sexsteuer

Schonmal von der „Sexsteuer“ gehört? Dabei handelt es sich um eine ungewöhnliche Vergnügungssteuer. Die vergleichsweise hohe Abgabe liegt bei 6 Euro pro Arbeitstag. Entrichtet wird die Sexsteuer von Prostituierten. Seit Februar 2009 ist die Steuer in Oberhausen eingeführt; schon seit 2003 in Köln an der Tagesordnung.

Berlin führt Touristensteuer ein

In unserer Hauptstadt Berlin ist seit Anfang des Jahres eine City-Tax Pflicht. Sie wird pro Besucher und Übernachtung erhoben und beträgt fünf Prozent der Hotelkosten (netto). Die umstrittene Steuer soll den Stadtsäckel um bis zu 20 Millionen Euro füllen. Gänzlich neu ist die Idee einer City-Tax aber nicht. In anderen Touristenzentren sind ähnliche Steuern fällig. In Hamburg zahlt man beispielsweise eine nach Übernachtungspreis gestaffelte Kurtaxe, die allerdings in kulturelle und sportliche Projekte investiert wird.

Hartnäckige Bettensteuer in Köln

Anders ist es die Stadt Köln angegangen, die eine Bettensteuer erhebt. 20 weitere Städte schlossen sich dieser Idee an, 70 spielen noch mit dem Gedanken. Das Bundesverwaltungsgericht entschied allerdings gegen die Abgabe. Die Stadt Köln änderte daraufhin die Rechtsprechung ihrer Steuer und erhebt die Gebühr somit weiter. Seit Einführung der Bettensteuer wurden in Köln 4,5 Millionen Euro kassiert.

Noch mehr Kuriöses findet sich hier: Kuriose Fälle von Versicherungsbetrug

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0