Billiges Benzin bremst Inflation

(Bild) Billiges BenzinBilliges Benzin gibt es vielleicht nicht an der Tankstelle, aber auf dem Weltmarkt. Nach einer Reduzierung der Inflationsrate durch niedrige Benzin- und Heizölpreise wird es 2014 aber auch da wieder einen Anstieg geben und somit auch ein Anstieg der Inflationsrate.

Billiges Benzin und teure Lebensmittel

Im Jahr 2013 durften sich Verbraucher über vergleichsweise niedrigere Preise für Benzin und Heizöl freuen, was auf die schwache Weltkonjunktur zurückzuführen ist. Insgesamt, und erstmalig seit 2009, waren die Kraftstoffpreise um 3,3 Prozent gefallen. Heizöl verbilligte sich im Jahresdurchschnitt sogar um 5,9 Prozent. Die niedrigen Benzin- und Heizölpreise dämpften im vergangenen Jahr die Inflationsrate. Ebenfalls hat sich der Wegfall der Praxisgebühr senkend auf die Inflationsrate ausgewirkt. Sie ist auf 1,5 Prozent gefallen – dem niedrigsten Stand seit drei Jahren. Das bestätigte das Statistische Bundesamt. 2012 lag die Rate demnach noch bei 2,0 Prozent und im Jahr zuvor sogar knapp über dieser Marke, als im August 2012 die Inflationsrate auf 2,1 Prozent stieg. Allerdings verteuerten sich die Preise für Nahrungsmittel im Jahr 2013 erheblich. Begründet wird dies mit einer weltweit gesteigerten Nachfrage sowie witterungsbedingten Ausfällen bei der Ernte. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerten sich die Nahrungsmittelpreise um 3,8 Prozent. Ebenfalls teurer wurden die Strompreise, was auf die erhöhten Umlagen in Folge der Energiewende zurückzuführen ist. 2013 stiegen die Energiepreise überdurchschnittlich und um 11,2 Prozent.

Inflationssteigerung für 2014 erwartet

Für 2014 rechnen Branchenexperten generell mit anhaltenden Preissteigerungen. Die Inflationsrate dürfte somit wieder auf einen Wert von mindestens 1,7 Prozent ansteigen. Gegen Ende des Jahres könnte sogar erneut die 2,0-Prozent-Marke geknackt werden. Das bestätigte auch Jörg Krämer, der Chefvolkswirt der Commerzbank. Als Grund für einen Anstieg der Inflationsrate sieht Krämer ein ordentliches Wirtschaftswachstum an, was für 2014 erwartet wird. Weitere Indikatoren sind steigende Miet- und Immobilienpreise. Ebenfalls ein Faktor für den Ratenanstieg soll die schrittweise Einführung des Mindestlohnes sein. Trotz alldem soll sich der erneute Anstieg der Inflationsrate nach Meinung des Chefvolkswirten der Postbank, Marco Bargel, in Grenzen halten. Dies sei darauf zurückzuführen, dass es demnächst wohl keine Steuererhöhungen geben wird. Zudem sollen die Energiepreise relativ stabil bleiben, was einen weiteren Anstieg der Inflationsrate hemmen würde. Bargel prognostiziert wie Krämer ebenfalls eine bessere Konjunktur, die mit steigenden Löhnen und einer besseren Kaufkraft der Bundesbürger einhergeht.

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