Der Mindestlohn geht in die Startlöcher

(foto) Mindestlohn - jedoch noch nicht für alleLange ist es nicht mehr hin: In zehn Wochen startet in Deutschland der Mindestlohn. Im Zuge dessen rief Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles alle Arbeitgeber dazu auf, rechtzeitig die entsprechenden Vorbereitungen auf den Mindestlohn zu treffen, der mit dem 1. Januar 2015 in Kraft treten wird.

Nahles hegt die Vermutung, dass es immer noch zahlreiche Unternehmen in Deutschland gibt, die sich noch nicht ausreichend auf den gesetzlichen Mindestlohn eingestellt haben. Laut der SPD-Politikerin hätten einige wohl zu lange darauf vertraut, dass der Mindestlohn keine Mehrheit erlangen würde.

8,50 Euro Mindestlohn – jedoch nicht für alle

Die haben sich aber gewaltig geirrt – der Mindestlohn wird kommen und zwar schon bald. Nichtsdestotrotz gelten die 8,50 Euro pro Stunde nicht für alle. So sind ehrenamtlich Tätige sowie Absolventen von Ausbildungspraktika für die Dauer von bis zu sechs Wochen vom gesetzlichen Mindestlohn ausgeschlossen. Dasselbe gilt für Auszubildende und Minderjährige unter 18 Jahre. Darüber hinaus können auch Langzeitarbeitslose im ersten halben Jahr nach der Beendigung der Arbeitslosigkeit noch nicht mit 8,50 Euro rechnen. All diese Ausnahmeregelungen wurden kontrovers diskutiert und ließen den Mindestlohn zum wahren Pulverfass avancieren.

Mindestlohn: Zoll kontrolliert Einhaltung

Doch so und nicht anders gilt der Mindestlohn in Deutschland ab dem 1. Januar. Damit jedoch diejenigen, denen der Mindestlohn zusteht, diesen auch tatsächlich bekommen, soll der Zoll dessen Einhaltung kontrollieren. Damit ist der Zoll ab dem kommenden Jahr nicht mehr nur für das Unterbinden von illegaler Beschäftigung sowie Schwarzarbeit zuständig, sondern soll auch Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn ins Visier nehmen.

Vorbereitungen auf Mindestlohn laufen

Bis Ende 2014 plant Nahles zusätzliche Informationskampagnen ins Leben zu rufen, welche Fragen zum Mindestlohn erläutern sollen. Darüber hinaus schaltete die Bundesarbeitsministerin am Donnerstagabend eine extra Mindestlohn-Hotline frei. Diese läuft über das Bürgertelefon des Ministerium in Rostock. Derzeit können sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber über die Regelungen zum gesetzlichen Mindestlohn informieren lassen. Ab dem 1. Januar 2015 beseht dann sogar die Möglichkeit, hier gegebenenfalls Verstöße zu melden.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0