Der Weg zum gerechten Gehalt

(Bild) Gehalt und LohnViele Berufstätige fühlen sich nicht gerecht bezahlt, wie eine Blitzumfrage von Geld.de zeigt. Anlass genug zu fragen, wie gut Deutschland überhaupt verdient und wo Vergleichsgehälter liegen. Noch interessanter ist aber, auf welchem Wege man letztlich die eigene Gehaltserhöhung erreicht.

Wenn es um ein neues Stellenangebot geht, ist es nicht nur gerechtfertigt, sondern auch wichtig nachzuforschen, ob der Lohn fair ist. Arbeitnehmer haben verschiedene Möglichkeiten zu überprüfen, ob sie einen adäquaten Lohn erhalten oder nicht. So bietet beispielsweise Gehaltsvergleich.com eine kostenlose Datenbank, mit der Sie Ihren Arbeitsmarktwert mit Menschen gleicher beruflicher Qualifikationen vergleich können. Ein Gehaltsvergleich hilft bei der Einordnung der eigenen Leistungen und zeigt auf, welche Schritte man unternehmen kann, um die Einkommenssituation zu verbessern – sei es beispielsweise durch eine Weiterqualifikation oder durch einen Umzug in eine andere Region.

Einkommen und Einkommensunterschiede

Die Einkommen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland orientieren sich an verschiedenen Aspekten. Zu diesen gehören unter anderem tarifliche Regelungen, die aktuelle wirtschaftliche Lage an dem Ort, an dem man beschäftigt ist, und die monetären Verteilungsmechanismen innerhalb eines Unternehmens. Typische Lohngefälle lassen sich zum Beispiel im Vergleich von West- und Ostdeutschland feststellen. In Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen wird Arbeitnehmern ein bis zu zwanzig Prozent geringerer Bruttolohn ausgezahlt als in Bundesländern wie Hessen oder Baden-Württemberg. Dieser Umstand ist teilweise auf die allgemein weniger hohen Lebenshaltungskosten in den ostdeutschen Regionen zurückzuführen.

Wer verdient was?

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen Einstiegsgehältern und solchen, die ein Arbeitnehmer nach langjähriger Ausübung einer Tätigkeit für sich beanspruchen darf. Weiterhin ist der Bildungshintergrund ein entscheidendes Kriterium für die Höhe des Lohns. Umso höher dieser ist, desto besser stehen meist die Chancen auf eine gut bezahlte Position. Hierbei zeigt sich jedoch auch, dass in manchen Berufsfeldern ein Werteverfall der Ausbildungsprädikate stattfindet beziehungsweise stattgefunden hat und eine lebenslange Weiterqualifikation nötig ist, um das Einkommensniveau zu halten oder zu heben. Davon sind besonders Arbeitnehmer aus den Bereichen der Wissenschaft oder der Ärzte- und Pflegeberufe betroffen. Der Unterschied zwischen Löhnen richtet sich außerdem fast immer nach dem Maß an Verantwortung, das mit einer Position zusammenhängt. Eine Sekretärin verdient weniger als ein Vorstandschef, ein Teamleiter, der nur wenige Mitarbeiter zu organisieren hat und über keine Entscheidungsgewalt in Bezug auf ein Budget verfügt, weniger als jemand mit Personal- und Budgetverantwortung. Berücksichtigt man diese und andere Faktoren, so ergeben sich zum Beispiel folgende Bruttolohn-Verdienststatistiken (Werte in Euro, durchschnittlich pro Monat):

  • Bankvorstand: 10.242
  • Chefredakteur/in: 3.881
  • Filialleiter/in: 2.525
  • Außendienstmitarbeiter/in: 2.888
  • Krankenpfleger/in: 1.878
  • Fachlagerist/in: 1.864
  • Altenpfleger/in: 1.774
  • Einzelhandelskaufmann/frau: 1.708

Wie bei den Pflegeberufen zu sehen ist, kann es auch zu eklatanten Diskrepanzen zwischen der Übernahme von Verantwortung und einem angemessenen Lohn kommen.

Einkommen bei Männern und Frauen

Ein Aspekt der Lohnunterschiede, der in der Vergangenheit immer wieder auch die Politik beschäftigt hat, ist jener in Bezug auf die Geschlechter. Nach wie vor verdienen Frauen bei gleicher Eignung zum Teil signifikant weniger als Männer und dies bundesweit. Während es für einen Architekten durchschnittlich nur etwa 200 Euro mehr als für seine Kollegin gibt, können es bei einem Intendanten bis zu 2.400 Euro mehr sein. Allgemein liegt das Durchschnittseinkommen von Frauen bei ungefähr gleicher Arbeitszeit mindestens 20 Prozent unter dem von Männern.
Doch nicht nur das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern ist problematisch, auch die Tatsache, dass Frauen allgemein in besser bezahlten Positionen weniger häufig anzutreffen sind, ist ein Umstand, dessen Beseitigung von der Politik angestrebt wird.

Wie man mit diesem Wissen erfolgreich ein Gehaltsgespräch führt, verrät Geld.de hier.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0