Deutschlands Bevölkerung im Jahr 2060

Die Bevölkerung in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Die neueste Prognose bescheinigt der Bundesrepublik bis zum Jahr 2060 trotz Zuwanderung weiterhin einen merklichen Rückgang. Besonders stark wird der Osten betroffen sein. Einzig die Stadtstaaten können zulegen.

Der Osten wird deutlich älter

Laut der neuesten Bevölkerungsvorausberechnung des statistischen Bundesamtes wird die deutsche Bevölkerung in den kommenden Jahren extrem altern. In den ostdeutschen Bundesländern wird bereits 2030 jeder dritte Einwohner über 64 Jahre alt sein. Weitere 30 Jahre später wird sich an diesem Bild kaum etwas geändert haben. Auch im übrigen Bundesgebiet altert die Bevölkerung, jedoch deutlich langsamer. Bis zum Jahr 2060 wird der Anteil der über 64-Jährigen auch hier bei knapp 30 Prozent liegen.

In den ostdeutschen Bundesländern wird die Bevölkerungszahl von 12,5 Millionen im Jahr 2013 auf ca. 9 Millionen im Jahr 2060 zurückgehen. Nur knapp 5 Millionen werden dann noch im erwerbsfähigem Alter sein. Das Versorgungsverhältnis Rentennehmer zu Rentenzahler liegt dann im Osten bei knapp 1:1. In Sachsen-Anhalt wird die Bevölkerungszahl beispielsweise um ein Drittel sinken. Gerade für kleine Kommunen wird es immer schwieriger junge Menschen zu halten. Darunter wird nach und nach auch die Infrastruktur in diesen Gebieten leiden.

Im Westen erst leichter Zuwachs, danach Rückgang

Doch auch die westlichen Flächenländer werden immer mehr Einwohner verlieren und das, obwohl bis 2020 sogar mit einem leichten Plus zu rechnen ist. Danach wird die Bevölkerungszahl jedoch von 62 Millionen auf 53 bis 57 Millionen Menschen im Jahr 2060 sinken. Auch hier wird die erwerbsfähige Bevölkerung um mehr als 20 Prozent zurückgehen.

Stadtstaaten können zulegen

Die junge Bevölkerung wird es immer mehr in die Städte bzw. in deren Umland ziehen. Hier prognostiziert die Statistik daher sogar einen Bevölkerungszuwachs. In den Stadtstaaten könnte die Zahl der Einwohner bis Ende der 2040er-Jahre wohl um 11 Prozent steigen. Auch weil viele der Zuwanderer in die Städte ziehen. Die Mietpreise werden dann wohl weiter angezogen. Davon profitieren wiederum die umliegenden Kommunen, wo ebenfalls ein Plus erwartet wird. Bis 2060 wird die Anzahl der Erwerbsfähigen jedoch auch in den großen Städten sinken.

Die Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung in den Bundesländern leiten sich durch verschiedene Faktoren ab. So geht die Vorausberechnung von einer jährlichen Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau und einer steigenden Lebenserwartung bei der Geburt des Kindes aus. Zudem wurden verschiedene Annahmen der Zuwanderung beachtet.

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