Die häufigsten Irrtümer zur Berufsunfähigkeitsversicherung

seelische Ursachen für BerufsunfähigkeitDie Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den Policen, die vergleichsweise unbeliebt sind. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie ist teuer, die Aufnahmebedingungen sind schwierig und ob sie im Ernstfall zahlt, ist nicht immer klar. Dennoch ist sie eine der wichtigsten Versicherungen für Berufstätige.

Viele Menschen denken, dass sie ihren Beruf bis zur Rente ausüben können. Doch öfter als gedacht werden Arbeitnehmer berufsunfähig und können kein Geld mehr für ihren Lebensunterhalt verdienen. Rund ein Fünftel aller Arbeitnehmer scheiden wegen körperlicher oder seelischer Erkrankungen vorzeitig aus dem Beruf aus. Trotz dieses hohen Risikos haben nur etwa 25 Prozent der Berufstätigen eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Für die Versicherung Continentale führte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest eine repräsentative Umfrage durch, die den Gründen für die Ablehnung der BU auf den Grund ging.

Hohe monatliche Beiträge

54 Prozent der Befragten führten die hohen monatlichen Beiträge als Hauptgrund für einen Verzicht an. Für relativ risikoarme Berufe wie etwa Bürokaufmann werden schnell mehr als 50 Euro monatlich fällig. Je nach Eintrittsalter, Berufsrisiko und Höhe der späteren BU-Rente können die Beiträge auch im dreistelligen Bereich liegen. Außerdem gaben 52 Prozent der Befragten an, dass sie das Geld lieber für andere Dinge ausgeben würden.

Vorerkrankungen und Alter

Mehr als 40 Prozent der Befragten sahen ein zu geringes oder zu hohes Alter als Hinderungsgrund an. Zu jung kann man allerdings für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht sein, denn gerade in jungen Jahren stehen die Chancen für eine unproblematische Aufnahme in die Police sehr gut. Meist bestehen kaum Vorerkrankungen und somit wenig Gründe, warum der Versicherer den Vertrag mit dem Kunden ablehnen könnte. Außerdem besteht nicht nur für ältere Berufstätige das Risiko, berufsunfähig zu werden: Etwa jeder neunte Betroffene ist jünger als 40 Jahre.

Andere Vorsorgeverträge

Viele Menschen lehnen eine BU auch mit der Begründung ab, sie hätte schon anderweitig vorgesorgt. Allerdings bietet die BU eine monatliche Rente und kann damit ein regelmäßiges Einkommen ersetzen, anders als Sparverträge, Lebensversicherungen oder Immobilien. Und auch eine Unfallversicherung ersetzt die BU nicht, denn nur etwa fünf Prozent der Berufsunfähigkeitsfälle werden durch Unfälle verursacht.

Laut der Studie unterschätzen viele Menschen, die eine BU ablehnen, das Risiko für eine Arbeitsunfähigkeit erheblich. Die meisten sind der Meinung, der Hauptgrund dafür seien Unfälle und deren Wahrscheinlichkeit sei gering. Allerdings führen neben verschleißbedingten Rückenproblemen vor allem seelische Erkrankungen zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit.

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