EM 2016: Vorsicht beim Ticketkauf auf dem Zweitmarkt

Bild EM 2016: Tickets kaufen und verkaufenHaben Sie ein Ticket zur Fußball-EM ergattert? Falls nicht und Sie spontan doch noch ins Stadion nach Frankreich wollen, gibt es noch die Möglichkeit, Karten von privat zu kaufen. Doch auf dem Zweitmarkt tummeln sich viele Betrüger.

Offiziell nur noch wenige Tickets verfügbar

Wen kurzfristig noch das EM-Fieber packt, der kann zumindest von offizieller Seite aus kein Ticket mehr für die Begegnungen mit deutscher Beteiligung ergattern. Die Verfügbarkeit der EM-Tickets auf der Uefa-Webseite ist bereits stark eingeschränkt. Doch viele Fans sind bereit, für ihre Wunsch-Eintrittskarte auch auf dem Zweitmarkt viel Geld zu lassen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten, für Käufer wie Verkäufer.

Mitte Juni sind auf der Uefa-Webseite noch Karten für einige Karten zu haben, so etwa für das Spiel der Ukraine gegen Irland am 16. Juni in Lyon, oder die Partie Island–Ungarn am 18. Juni in Marseille. Die echten Top-Begegnungen des Fußball-Events  sind online dagegen schon ausverkauft. Beste Bedingungen für Verkäufer auf dem Zweitmarkt – und leider auch für Betrüger. Für Fußballfans gilt besondere Vorsicht, wenn sie beim Ticketkauf nicht auf Fälschungen hereinfallen wollen.

Käufer: Vorsicht vor Ticketfälschungen für die EM 2016

Verbraucherschützer raten, außerhalb der offiziellen Uefa-Webseite, nur bei autorisierten Tickethändlern nach Eintrittskarten für die EM 2016 zu suchen. Um Auktionsplattformen oder allgemeine Verkaufsportale sollten Interessierte lieber einen Bogen machen. Hier ist die Gefahr zu groß, für teures Geld entweder eine gefälschte oder gar keine EM-Karte zu erhalten. Wer sein EM-Ticket von privat kaufen will, macht sich zunächst einmal nicht strafbar. Zwar gibt es ein Weiterverkaufsverbot seitens der Uefa, doch das gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) aus dem Jahre 2008 nicht für Privatverkäufe. Im Idealfall kennen und vertrauen Verkäufer und Käufer sich. Dann bleibt auch der Preis meist im Rahmen. Kauft man jedoch vor dem Stadion bei einer fremden Person ein Ticket, ist das Risiko nicht unerheblich. Im Schadensfall bleiben Fußballfans, die bereits Anreise- und Übernachtungskosten für die EM in Frankreich zahlen mussten, auch noch auf den Ticketkosten sitzen, und dürfen nicht einmal ins Stadion. Oft sind Ticketfälschungen derart gelungen, dass es Laien schwer fallen dürfte, diese von den Originalen zu unterscheiden. Gehen Käufer einem Betrüger auf dem Leim, können sie gegen diesen Schadensersatzansprüche und Strafanzeige stellen. Dass der Täter auch wirklich gefasst wird, ist, gerade bei gefälschten Online-Profilen auf Verkaufsplattformen jedoch eine Seltenheit.

Verkäufer: Nicht wie Händler auftreten

Vorsicht sollte man auch bei personalisierten Tickets walten lassen. Ist ein Name auf dem Ticket vermerkt, kann dieses nicht einfach so auf eine andere Person übertragen werden. Im schlimmsten Fall wird der Eintritt ins Stadion verwehrt, wenn Ticket und Personalausweis nicht übereinstimmen. Wer als Verkäufer ein personalisiertes Ticket veräußern will, weil er vielleicht selbst keine Zeit für das Event hat, sollte sich zunächst an den Veranstalter wenden. Unter Umständen kann dieser die Eintrittskarte auf eine andere Person übertragen.

Private Verkäufer dürfen im Übrigen generell nicht wie gewerbliche auftreten. Konkret heißt das: kein Ticketverkauf in Massen, keine überteuerten Preise. Dass hier die Grenzen fließend sind, dürfte klar sein. Mehr Geld darf durchaus verlangt werden, jedoch nicht etwa das drei oder vierfache der üblichen Kosten.

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