Für Verbraucher: Fünf gute Nachrichten zum Fest

Bild Gute Nachrichten für VerbraucherHaben auch Sie die Panik und Übertreibung satt, die einem von manchem Titelblatt entgegen schwappt? Blog.GELD.de schenkt zur Abwechslung fünf gute Nachrichten für Verbraucher und wünscht frohe Weihnachten.

1.) Produkte, die jetzt vor Weihnachten günstig bleiben

Dass Weihnachten ein Geschäft ist, hat inzwischen jeder Verbraucher begriffen. Da ist es kein Wunder, dass Packungen kleiner und Preise größer werden. Der große Schokoladen-Weihnachtsmann „Alpenmilch“ von Milka beispielsweise ist von 210 um 16 Prozent auf 175 Gramm geschrumpft worden. Der mittlere Weihnachtsmann verkleinerte sich sogar um 23 Prozent. Im Gegenzug hat sich der Preis aber um bis zu 20 Prozent erhöht. Noch dreister treibt es in diesem Jahr die Firma Bahlsen. Der Mohnstollen zu ehemals 500 Gramm wiegt nun nur noch 400 Gramm, kostet dafür aber rund 43% mehr. Und auch die in den kalten Wintertagen nötige Lippenpflege hat preislich zugelegt und inhaltlich nachgelassen. In der Pflegestift-Packung von today ist nur noch einer der ehemals zwei Lippenpflegestifte enthalten (-50%), dafür ist der Preis aber rund 60% höher!

Die gute Nachricht: Verbraucher können bei Unterhaltungselektronik ordentlich sparen. Ob Flachbildfernseher oder neues Smartphone – Elektroartikel sind schon vor Weihnachten günstig zu haben. Auf die „weißen Wochen“ nach dem Fest zu warten, um Geld zu sparen, lohnt sich im Elektrobereich nicht. „Schnäppchenzeit ist immer“, fasst die Verbraucherzentrale NRW das Preisphänomen bei Elektroartikeln zusammen. Nur Spielkonsolen und Videogames sind eine Ausnahme. Bei diesen Artikeln lohnen wie auch bei Mode, Möbeln, Kosmetik und Schmuck Gutscheine, die man im neuen Jahr bei besseren Preisen einlösen kann.

2.) Steuerentlastung für Verbraucher im neuen Jahr

Arbeitnehmer zahlen in Deutschland erheblich mehr Abgaben und Steuern, als in den meisten anderen Ländern. Zu diesem Ergebnis ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nach einem Vergleich von 34 EU-Mitgliedstaaten gekommen. So zahlt ein alleinstehender Arbeitnehmer in Vollzeit bei einem durchschnittlichen Gehalt rund 49,4% Steuern und Abgaben.

Die gute Nachricht: Für 2017 können Steuerzahler mit einer Entlastung rechnen, denn der steuerliche Grundfreibetrag soll 2017 auf 8.820 sowie 2018 auf 9.000 Euro steigen. Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben. Weiterhin steigt das Kindergeld in den nächsten zwei Jahren um je zwei Euro pro Monat. Das macht ab 2018 ein Kindergeld von 194 Euro monatlich für das erste und zweite Kind bzw. 200 Euro für das dritte und 225 Euro für das vierte Kind.

3.) Mindestlohn steigt 2017 um 34 Cent an

Seit zwei Jahren gibt es in Deutschland den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Etwa vier Millionen Beschäftigte haben davon bisher profitiert. Wirtschaftsforscher kommen nun aber zu dem traurigen Ergebnis, dass es ohne Mindestlohn deutlich mehr Arbeitsplätze geben würde. Das Institut der deutschen Wirtschaft geht davon aus, dass ohne Mindestlohngesetz etwa 60.000 Stellen mehr vorhanden wären. Die gute Konjunktur trage bislang aber dazu bei, diesen Nachteil zu kaschieren.

Die gute Nachricht: Während die Debatte um den Nutzen des Mindestlohn durch die neuen Ergebnisse wieder angeheizt wird, können sich die Beschäftigten erst einmal über steigende Einkünfte freuen. 2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro auf 8,84 Euro brutto pro Stunde. Für einen Beschäftigten in Vollzeit entspricht das ein Plus von 55 Euro brutto im Monat.

4.) Ein Feiertag mehr im nächsten Jahr

Im europaweiten Vergleich liegen die Deutschen mit 11 gesetzlichen Feiertagen und durchschnittlich 30 Urlaubstagen an der Spitze der Nationen mit den meisten freien Tagen im Jahr. Hingegen hat es in Belgien nur 9 gesetzliche Feiertage und durchschnittlich 20 Urlaubstage (Stand 2014). Dennoch wünschen sich viele deutsche Arbeitnehmer mehr freie Tage um sich der Familie und privaten Projekten zu widmen.

Die gute Nachricht: Hinsichtlich der Feiertage können sich die Deutschen 2017 jedoch freuen: Der Reformationstag am 31. Oktober wird einmalig zum bundesweiten Feiertag. Er dient dem Gedenken der Reformation durch Martin Luther und wird sonst nur von evangelisch geprägten Gebieten begangen; in Deutschland etwa in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dass der Reformationstag 2017 einmalig zum bundesweiten Feiertag wird, ist der 500. Jährung der Reformation geschuldet.

5.) Flüchtlinge sichern deutsches Rentensystem

Das System der Kapitaldeckung im deutschen Rentensystem geht auf Konrad Adenauers Rentenreform von 1957 zurück. Seither besteht ein Generationenvertrag, der als Umlageverfahren die Rentenkasse organisiert. Geld, das junge Arbeitnehmer in die Rentenkasse einzahlen, wird im Folgemonat an Rentennehmer ausgezahlt. So sichert die nachrückende Generation den Lebensabend der Eltern und Großeltern. Ein schönes System, das so lange funktioniert, wie mehr junge Leute einzahlen, als an alte ausgezahlt wird. Da die Geburten in Deutschland stark rückläufig sind, wird das Rentenniveau künftig sinken. So erhält ein deutscher Rentner aktuell durchschnittlich noch 46 Prozent des Durchschnittseinkommens. In 25 Jahren werden es jedoch nur noch 39 Prozent sein. Man wird zwar mehr Geld bekommen, aber die Kaufkraft wird schwächer sein.

Die gute Nachricht: Das „Schlagloch“, das dem deutschen Rentensystem aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge bevorsteht, könnte nun seinen Grund erreicht haben. Erstmals seit 33 Jahren steigt die Geburtenrate in Deutschland wieder an. Eine Ursache dessen ist die zunehmende Migration. Etwa jedes fünfte Neugeborene stammt von einer im Ausland geborenen Mutter. Setzt sich der Trend fort, könnte sich das Verhältnis von Arbeitstätigen und Rentennehmern ausgleichen. Von den 2,1 Kindern pro Frau, die durchschnittlich nötig wären, um die Renten zu sichern, ist Deutschland aber noch weit entfernt.

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