Hamburger Sparkasse zu Bußgeld verurteilt

Sind Sie Kunde der Hamburger Sparkasse (Haspa)? Haben Sie mitunter einen etwas ausschweifenden Lebensstil? Sollten Sie beide Fragen mit Ja beantworten, dann könnte es sein, dass Sie in der internen Datenbank der Sparkasse als „Hedonist“ oder „Abenteurer“ geführt wurden. Denn laut einem NDR Info-Bericht erstellte die Haspa psychologische Kundenprofile, um ihre Produkte besser verkaufen zu können. Diese Einschätzungen, die auf moderner Hirnforschung beruhen, wurden auch mobilen Kundenberatern des Instituts zur Verfügung gestellt – obwohl diese als Freiberufler nicht Angestellte der Bank sind. Dafür wurde die Haspa nun zu 200 000 Euro Strafe verurteilt.

Bank zeigte sich kooperativ

Diese Nachricht teilte gestern die Nachrichtenagentur dpa mit, die sich auf den Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar beruft. „Die Bank hat sich bei der Aufklärung des Datenschutzverstoßes kooperativ gezeigt und das beanstandete Vorgehen eingestellt“, so Caspar. „Das haben wir zugunsten der Haspa berücksichtigt.“ Schon seit August setze man nun ein anderes technisches Verfahren ein, welches den Anforderungen des Datenschutzes gerecht werden soll.

Weiterhin habe man die unzulässig angefertigten Persönlichkeitsprofile der Kunden gelöscht. Laut Caspar biete das der Hamburger Sparkasse eine Chance für einen Neuanfang. Auch wurde der Bank angeboten, dass die Behörde in Sachen Datenschutzfragen eine beratenden Rolle einnehmen könne, in der Hoffnung, dass die Bank im Sinne des vorbeugenden Datenschutzes davon Gebrauch machen werde.

Zugriff auf Kundendaten sei seit August unterbunden

Die Unternehmenssprecherin der Haspa, Stefanie von Carlsburg, erklärte in diesem Zusammenhang, dass der Datenschutz oberste Priorität habe. So habe die Band den Forderungen der Behörde vollständig entsprochen. Laut von Carlsburg wurde bereits Ende August eine technische Sperre eingerichtet wurden, mit der der Zugriff auf die Kundendaten von Seiten der mobilen Berater unterbunden wurden sei.

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