Kaufkraft: Deutsche können 2016 mehr Geld ausgeben

(foto) Mehr Geld zur Verfügung

Gute Aussichten für 2016: Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben die Deutschen im Vergleich zum Vorjahr rund 430 Euro pro Person mehr zur Verfügung. Damit steigt die Kaufkraft um 2 Prozent.

Mehr Einkommen zum Ausgeben

Die GfK geht von einer Kaufkraftsumme in Höhe von insgesamt 1.776,5 Milliarden Euro für Deutschland aus. Teilt man diese Summe durch die etwa 81 Millionen Einwohner des Landes, ergeben sich 21.879 Euro Kaufkraft pro Kopf. Im Vergleich zu den Daten aus 2015 haben die Deutschen dann durchschnittlich 430 Euro mehr im Portemonnaie, die sie für Konsumgüter, Miete und andere Lebenshaltungskosten ausgeben können. Das entspricht einer Steigerung der Kaufkraft von 2 Prozent. Weil die Inflationsrate 2016 nach Schätzungen der EU-Kommission bei 1,0 Prozent liegen wird, ist auch ein realer Zuwachs der Kaufkraft in Höhe von 1,0 Prozent zu erwarten.

Der Osten holt auf

Doch nicht alle in Deutschland profitieren gleichermaßen von steigenden Einkommen. Die regionalen Unterschiede sind groß. Wie auch schon im Jahr 2015 ist der Landkreis Starnberg nach Auswertung der Daten auf Platz eins der Kreise mit der größten Kaufkraft pro Person. Ganze 31.850 Euro haben die Menschen dort laut GfK durchschnittlich zur Verfügung. Im Landkreis Görlitz hingegen, dem Schlusslicht des Kreise-Rankings, liegt die Kaufkraft nur bei 17.194 Euro pro Person. Dennoch holt der Osten auf: Am stärksten wächst die absolute Kaufkraft demnach in Sachsen (+2,8 Prozent), danach folgen Sachsen-Anhalt und Thüringen mit je 0,6 Prozent Steigerung, Brandenburg (+0,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern mit immerhin noch 0,3 Prozent Zuwachs.

Was heißt Kaufkraft?

Unter Kaufkraft verstehen wir das nominal verfügbare Nettoeinkommen, in das auch staatliche Transferleistungen wie etwa Arbeitslosen- und Kindergeld oder Rentenzahlungen eingeschlossen sind.

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Eine Antwort zu “Kaufkraft: Deutsche können 2016 mehr Geld ausgeben”

  1. Laura sagt:

    Das interessante ist auch, dass relativ zur Kaufkraft die Immobilienpreise in DE geradezu lächerlich gering sind.

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