Mindestlohn: Firmenboss kürzt Gehalt um über 90 Prozent

Die USA sind in Aufruhr: Dan Price, seines Zeichens Chef der US-Finanzfirma „Gravity Payments“ kürzt das Gehalt um mehr als 90 Prozent. – Allerdings nicht das sener 120 Mitarbeiter, sondern sein eigenes! Die Gehälter der gesamten Belegschaft steigen hingegen auf mindestens 70.000 Dollar pro Jahr.

Egal welche Tätigkeit, egal welcher Bereich: Jeder Angestellte der US-Firma „Gravity Payments“ hat von Chef Dan Price eine saftige Gehaltserhöhung bekommen. Mindestens 70.000 Dollar pro Jahr erhält jetzt jeder Mitarbeiter (ca. 64.750 €). Für 30 Mitglieder des Unternehmens bedeutete die nicht alltägliche „Lohnanpassung“ sogar eine Verdopplung des Einkommen.

Deshalb die gigantische Lohnerhöhung

Wie die rund 120 Mitarbeiter von „Gravity Payments“ sich diese Lohnerhöhung verdient haben? – Ihr Chef ist einfach sehr mitfühlend. Als Dan Price einen Artikel über Freude und Zufriedenheit im Leben las, erfuhr er darin, dass jedes zusätzliche Einkommen bei Menschen, deren Jahresverdienst unter 70.000 Dollar liegt, das Leben signifikant verbessert. Sprich: Statistisch gibt es eine Einkommenshöhe von 70.000, bis zu der Menschen ihr Leben mit Geld lebenswerter machen können. Deshalb hat Price das Gehalt eines jeden Angestellten auf mindestens 70.000 Dollar erhöht. Der Boss hofft, seine Angestellten könnten sich nun ein Haus kaufen, Vorsorge betreiben und die Bildung der Kinder gewährleisten.

So finanziert das Unternehmen den Geldsegen

Die Lohnerhöhung, die denkbar große Freude auslöste, ist für das Unternehmen „Gravity Payments“ allerdings kein Kinderspiel. Um die Löhne tragen zu können, kürzte Firmenchef Dan Price als erstes sein eigenes Gehalt von einer Million Dollar auf ebenfalls 70.000 Doller. Die restlichen Lohnkosten werden mit 80% der Firmengewinne finanziert – zirka 2,2 Millionen Dollar.

Dan Price wird gefeierter Held

In einer Zeit, wo in den USA nicht anders als in Deutschland, die soziale Kluft wächst und die Löhne in der Chefetage perverse Dimmensionen erreichen; hat der 29-jährige Dan Price einen Nerv getroffen: In den USA ist er jetzt ein gefeierter Medienliebling – ein „Robin Hood“. Ob Dan wohl schon absieht, dass sein Unternehmen aufgrund dieses „Mindestlohn“ zukünftig sicher mehr Bewerbungen erhält, als jedes andere?

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