Neuer 20-Euro-Schein: Wozu brauchen wir den überhaupt?

(foto) Zugeschnürt - Dieser 20-Euro-Schein hat bald ausgedientBald ist es soweit: Nach dem Fünfer und dem Zehner erscheint zum 25. November 2015 auch der 20-Euro-Schein in neuer Pracht. Verbraucher warten nun gespannt auf die neuen Banknoten. Doch warum brauchen wir eigentlich einen anderen 20-Euro-Schein?

Es hat schon etwas von einer Geburtsstunde im wahrsten Sinne: Am 24. Februar 2015 hat der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi die neue 20-Euro-Banknote in Frankfurt am Main vorgestellt. Etwa neun Monate später am 25. November 2015 wird der 20-Euro-Schein auf den Markt gebracht. Verbraucher dürfen gespannt sein, denn neben einem einzigartigen Design punkten die Banknoten vor allem mit mehr Sicherheit.

Zwanziger wird dicker und bunter

Die neuen 20-Euro-Banknoten stellen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Falschgeldbekämpfung dar. Denn laut Angaben der Deutschen Bundesbank werden 20-Euro- sowie 50-Euro-Banknoten am häufigsten gefälscht. Aus diesem Grund wurde der neue Zwanziger nun mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen versehen, sodass es Fälschern in Zukunft wohl schwerer fallen wird, diesen als Blüte in Umlauf zu bringen.
Die 20-Euro-Banknote der zweiten Euro-Banknotenserie behält das Format des aktuellen Scheins bei. Einzig das Papier ist analog zu den 5-Euro- und 10-Euro-Noten etwas dicker. Auch wie bei den anderen beiden Banknoten wird der künftige 20-Euro-Schein deutlich bunter als zuvor. Wie die EZB erklärte, wurde das Motiv beibehalten, allerdings wegen der besseren Eingliederung der Sicherheitsmerkmale leicht abgeändert.

Die Sicherheitsmerkmale der neuen 20-Euro-Banknoten

Wie die 5-Euro- und 10-Euro-Banknoten der „Europa-Serie“ wird auch der Zwanziger mit einer glänzenden Smaragdzahl versehen. Darüber hinaus soll die 20-Euro-Banknote ein auffälliges Wasserzeichen aufweisen. Was den neuen Schein jedoch so besonders macht, ist der neuartige Hologramm-Streifen. So befindet sich im Hologramm ein sogenanntes Porträt-Fenster, wie es auf der ganzen Welt einmalig ist. Werden die 20-Euro-Banknoten gegen das Licht gehalten, kommt ein Porträt der griechischen Göttin und Namensgeberin Europa zum Vorschein, indem das Fenster durchsichtig wird.

Mit der „Europa-Serie“ beabsichtigt die EZB, Falschgeld auf lange Sicht einzudämmen. Der Vorteil an der neuen Serie ist, dass Verbraucher selbst Falschgeld besser erkennen können. Die neuen 5-Euro-Banknoten wurden bereits im Mai 2013 eingeführt und der 10-Euro-Schein folgte im September 2014. Bis zum Jahr 2019 sollen sämtliche Euro-Banknoten der „Europa-Serie“ im Umlauf sein.

Alte 20-Euro-Banknote weiterhin gültig

Damit bei der Einführung der neuen 20-Euro-Banknoten alles nach Plan verläuft, hat sich die EZB in diesem Jahr 2015 genügend Zeit genommen. Neben einer Kampagne mit Broschüren, Plakaten und Filmen, welche Verbraucher und Banken auf die 20-Euro-Scheine vorbereiten soll, wird auch dem Einzelhandel entsprechend Zeit eingeräumt, um Geräte aufzurüsten sowie Personal einzuweisen.
Der bisherige 20-Euro-Schein ist natürlich weiterhin gültig. Die EZB wird die alten Banknoten im Laufe der Zeit sukzessive aus dem Verkehr ziehen.

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