Niedriger Ölpreis lässt Benzinpreise purzeln

(foto) Seit langem macht es wieder Spaß zu tankenDie Preise für Öl fallen bereits seit Monaten stark ab. Mit einiger Verzögerung bekommen nun auch Verbraucher dieses niedrigere Preisniveau zu spüren. Vor allem Autofahrer wird der jetzige Trend freuen, denn Benzin ist in Deutschland so günstig wie schon seit Jahren nicht mehr. Darüber hinaus sinken mit dem fallenden Ölpreis ebenfalls die Kosten für Heizöl.

Autofahrer werden kaum noch ihren Augen trauen, wenn sie an der Tankstelle vorbei fahren. So kostet ein Liter Benzin-Super in Deutschland durchschnittlich nur 1,46 Euro und der Preis für Diesel ist bereits unter 1,30 Euro pro Liter gerutscht. Doch diese Preissenkung hat ganz schön auf sich warten lassen.

Deshalb rutscht der Ölpreis

Jahrelang bewegte sich der Preis für Öl weitestgehend zwischen 100 und 115 Dollar je Barrel der Nordsee-Sorte Brent. Bereits im September 2014 hat der Ölpreis das Preisband verlassen und stürzte im Verlauf dieses Monats noch einmal kräftig nach unten auf 85 Dollar.
Der Grund für den drastischen Abfall des Preises für Öl liegt vor allem in einem Überangebot. Der Öl – Produzent Saudi-Arabien sorgte innerhalb des Opec-Kartells stets für die Steuerung des Marktes. Jedoch will das Land die Öl – Produktion nicht drosseln, da derzeit ein Kampf um Anteile auf dem asiatischen Markt herrscht. Dort sehen die Opec-Länder für ihr Öl einzig die Absatzmärkte, die potentiell noch wachsen könnten. Doch ist momentan auch die weltweite Nachfrage nach Öl so gering, dass auch diese den Ölpreis nicht zu stützen vermag.

Benzin: Ölpreis – Senkung nicht voll weitergegeben

Noch im Sommer 2014 hatte der Brent – Preis ein Hoch erreicht, woraufhin er um über 20 Prozent abfiel. Doch am Benzinpreis änderte dies lange nichts. So gingen auch beispielsweise im September die Preise für Energie-Rohstoffe um 1,2 Prozent nach unten, während die Verbraucherpreise für Schmier- und Kraftstoffe zeitgleich um 0,4 Prozent anstiegen. Somit wurde der Abwärtstrend der Kosten für Öl nicht eins zu eins an den Verbraucher weitergegeben. Dies bestreitet die Branche allerdings. So sei der Wettbewerb zwischen den Tankstellen in Deutschland dafür verantwortlich, dass der abgefallene Ölpreis über entsprechend geringere Diesel- und Benzinpreise nun auch für den Kunden spürbar wird. In der Tat wird durch den Wertverfall des Euro gegenüber dem Dollar der Ölpreisrückgang ein wenig relativiert.

Günstiges Benzin vor allem am Abend

Wer die momentan derart günstigen Benzin- und Dieselpreise vollends ausnutzen möchte, der sollte abends noch einmal zur Tankstelle fahren. Denn eine ADAC-Analyse ergab, dass die Treibstoffe am Abend stets am wenigsten kosten, während tagsüber Schwankungen von bis zu acht Cent je Liter möglich sind. Den Tiefstand erreichen sie demnach zwischen 18.00 und 20.00 Uhr.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch von einer unheilvollen Entwicklung für den Heizölpreis gesprochen, als die Lage im Irak brisanter wurde, doch davon kann gerade wirklich nicht die Rede sein. Wer jetzt also vor der anstehenden Kälteperiode seinen Heizöltank auffüllen muss, sollte dies in Anbetracht der 72 Cent je Liter Heizöl tatsächlich in Angriff nehmen. Zwar könnten die Heizölpreise noch weiter nach unten gehen, allerdings wäre auch ein Trend in die andere Richtung möglich. Sollte dieser Fall eintreten, ist mit einer Bestellwelle zu rechnen, die dann für längere Lieferzeiten sorgen könnte.

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