Sie war einmal: Die D-Mark und wo wir sie noch finden

Deutsche Mark GoodbyeStudien belegen, dass immer noch viele Deutsche der D-Mark nachtrauern. 1999 wurde die beliebte, weil starke Währung als Buchgeld sowie 2002 als Bargeld vom Euro abgelöst. Doch was ist dann eigentlich aus ihr geworden? Geld.de auf Spurensuche nach alten Scheinen und Münzen…

Die Mark in der Sofaritze

Ein Großteil der alten Währung, die ab 1948 als Zahlungsmittel diente, wurde mit der Einführung des Euros umgetauscht, soviel ist klar. Bevor es aber der Frage auf den Grund geht, wie das Geld von den Banken entsorgt wurde, sei sich noch der Mark gewidmet, die es gar nicht so weit schaffte. Statt ein neues Leben zu beginnen, liegen einige Münzen und Scheine irgendwo in einsamer Vergessenheit. Denn nach Schätzungen der Deutschen Bundesbank sind 2012 noch immer über 12 Milliarden DM nicht umgetauscht worden. Dabei soll es sich relativ gleich verteilt um je 6 Milliarden in Scheinen sowie Münzen handeln.

Einige Münzen lagern auf Dachböden, in Kellern, alten Sparschweinen oder in den Alben von Sammlern. Selbst auf dem Meeresgrund liegt noch die ein oder andere Mark und auch in Märchenbrunnen schlummert sie. So läppert sich schon einiges zusammen. Wo allerdings die vielen Scheine sind und warum sie nicht getauscht wurden, bleibt rätselhaft. Gibt es vergrabenes Diebesgut eines Banküberfalls?

Banknoten zu Fetzen

Die Markscheine und -münzen, die mit der Bareinführung des Euros an die Banken gingen, fingen im Gegensatz zu ihren verschollenen Geschwistern ein neues Leben an. Zunächst ging es für die Scheine in den Schredder. In sorgfältige 800 Teile wurde jede Note geschnitten. Die anfallenden Papierberge entsprachen gut 35.000 Kubikmetern. Anschließend fand das Papier zu unterschiedlichen Zwecken Verwendung: als Zusatz in Hartfaserplatten, in Laminatböden, Dämmmaterialien oder in der Methanolherstellung. Der Großteil aber wurde schlicht verbrannt und als Energiequelle genutzt. Logistische Probleme standen einer längerfristigen Nutzung der alten Mark im Wege.

Die Riffle-Mark

Die Münzen gingen einen anderen Weg, als die Scheine. Die „gute, alte Mark“ wurde in einer Maschine namens „Decoiner“ verformt und erhielt ein markantes Relief mit zwei Riffeln. Die Maschine prägte so den Geldwert aus 5 Tonnen Münzen pro Stunde. Anschließend kam die Mark in einen Brennofen und wurde eingeschmolzen. Das Metall wurde somit recyclet.

Luxusartikel aus Deutscher Mark

Nur ganz, ganz wenige Marknoten und Münzen gingen einen luxuriösen Weg. So ließ sich eine holländische Firma die Mark-Schnipsel schicken, um daraus originellen Bürobedarf herzustellen, der einst Millionen wert war. Juweliere entdeckten wiederum die Münzen, arbeiteten sie auf und gestalteten daraus exklusive Schmuckstücke. In gewisser Weise ist die Mark somit weiterhin um uns. Und inzwischen erlebt auch schon der Euroschein ein Lifting und wird gegen eine neue Generation von Banknoten ausgemustert.

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