So lässt sich Falschgeld erkennen Teil 1: Die erste Euro-Banknotenserie

(foto) Wie sich Falschgeld erkennen lässtIn Deutschland ist erneut ein wahrer Schwall von Falschgeld im Umlauf. Vor allem in Südbayern wurden in letzter Zeit zahlreiche Fälle bekannt, bei denen mit gefälschten 20- und 50-Euro-Scheinen bezahlt wurde. Erst jüngst tauchten in Mecklenburg-Vorpommern vermehrt Fünfziger als Falschgeld auf. In der Mitte Deutschlands sieht es kaum besser aus. So wurden allein in Sachsen im ersten Halbjahr 2014 etwa 24.000 Euro Falschgeld sichergestellt.

Dass der Euro weltweit den Falschgeldrekord bricht, ist nichts neues. Sicherlich ließe sich rein statistisch davon ausgehen, dass jeder schon einmal eine falsche Banknote in den Händen gehalten hat. In der Tat geben die Ermittler der Landeskriminalämter zu, dass das Falschgeld bisher in jedem Fall gut gemacht war, sodass es für Verbraucher sehr schwer ist, dieses als nicht echtes Geld zu erkennen. Wer jedoch die Banknoten etwas genauer betrachtet, kann anhand einiger Kriterien genau feststellen, ob der Schein trügt oder nicht.
Im ersten Teil soll vor allem den herkömmlichen Banknoten, also der ersten Euro – Banknotenserie, Beachtung geschenkt werden. Der im Mai 2013 in Umlauf gebrachte 5-Euro-Schein gehört zur neuen Europa-Serie.

Allgemeine Kriterien zum Erkennen von Falschgeld

Nimmt man sich beispielsweise einen 10-Euro-Schein zu Hand, fällt wohl als erstes die Oberflächenbeschaffenheit der Banknote auf. Tatsächlich wird ein Geld – Schein mit dem Stichtiefdruck versehen, wodurch die Wertzahl, die Abkürzungen der EZB sowie die Abbildungen der Tore und Fenster fühlbar von der Oberfläche abgehoben werden. Ist daher ein Schein eher glatt, könnte es sich um Falschgeld handeln. Mit Sicherheit lässt sich dies jedoch nicht erkennen und feststellen, nutzt sich Geld doch für gewöhnlich mit der Zeit stark ab.

Ein weiteres Merkmal, welches alle Euro – Scheine gemeinsam haben, ist das Durchsichtsregister. Beim 10-Euro-Schein befinden sich auf der Vorderseite in der oberen Ecke links neben der Europa-Flagge unvollständige Zeichen. Hält man die Banknote allerdings gegen das Licht, erscheint die komplette Wertzahl 10. Ähnlich wie das Wasserzeichen des druckbildfreien Teils der Geld – Note, wird die Nachahmung des Durchsichtsregisters für Geldfälscher wohl kein Problem darstellen, womit das Falschgeld anhand dieses Kriteriums nicht zweifelsfrei zu erkennen ist.

Falschgeld eindeutig erkennen

Alle Scheine der ersten Euro – Banknotenserie besitzen außerdem einen sogenannten Sicherheitsfaden. Dieser ist etwa mittig in das Papier eingelassen und wird erst bei Gegenlicht deutlich sichtbar. Der Faden verläuft als dunkle Linie von oben nach unten durch die Geld – Note. Nimmt man sich nun die Lupe zu Hilfe und betrachtet diesen Streifen etwas genauer, lassen sich das Wort „EURO“ sowie die Wertzahl des Scheines erkennen. Der Sicherheitsfaden ist schwierig nachzumachen, sodass, sollte dieser bei einem Schein fehlen oder unvollständig sein, die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass es Falschgeld ist.

Zudem sind an einigen Stellen sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite winzig kleine Schriftzeichen aufgebracht. Diese Mikroschrift ist ohne Lupe nicht zu erkennen. Wirklich echt ist ein Euro – Schein dann, wenn sogar der kleinste Aufdruck gestochen scharf dargestellt. Ist die Mikroschrift verschwommen, spricht dies eindeutig für Falschgeld.

Um mit Sicherheit feststellen zu können, ob man Falschgeld in der Hand hält oder echtes Geld, sollte man die Euro – Banknoten vorerst auf alle allgemeinen Kriterien hin überprüfen. Je nach Nennwert haben die Scheine zusätzlich noch speziellere Merkmale, welche im Teil 2 folgen.

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