United Internet will Engagement im Mobilfunkmarkt ausbauen

Der Internet Service Provider (ISP) United Internet will seine Geschäftsfelder erweitern und einen eigenen Mobilfunkdiscounter starten. Dies teilten mehrere Medien am Montag dieser Woche mit. Zu den acht Marken des ISP gehören unter anderen 1&1 Internet, GMX und WEB.DE. Mit 1&1 verfügt das Unternehmen über eine Marke, welche auf dem deutschen DSL-Markt mit über 2,5 Millionen Kunden als zweitgrößter Anbieter nach der Deutschen Telekom auftritt. Das E-Mail- und Internetportal GMX hat ebenfalls eine marktführende Position in Deutschland.

Konkurrenzkampf wird stärker

Mit der neuen Marke „Freephone“ soll, nach eigenen Angaben, der harte Kampf um den Mobilfunkdiscountermarkt weiter verschärft werden. „Das wird einen Erdstoß auslösen“, so der 1&1-Vorstand Jan Oetjen gegenüber der Welt (Montagsausgabe). Demnach soll es auch für die bereits bestehenden 1,3 Millionen Mobilfunkkunden von 1&1 möglich sein, kostenlos untereinander und mit „Freephone“-Kunden zu kommunizieren. Grundgebühren und Mindestumsätze soll es keine geben. Laut Berichten werde für die Kommunikation das Handynetz von Vodafone genutzt.

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist von harter Konkurrenz geprägt. Statistiken geben an, dass der Bürger im Durchschnitt bereits mehr als ein Handy hat. Gerade unter den Billiganbietern, in deren Gewässer sich 1&1 nun begibt, herrscht ein starker Wettbewerb. Ob im Supermarkt oder im Internet, Schnäppchentarife à la „Fonic“ oder „Simyo“ finden sich an fast jeder Ecke. Doch trotz der vielen Mitbewerber rechnet man sich im Mortabaurischen Unternehmen gute Chancen aus, nicht zuletzt wegen der dauerhaften Gratis-Gespräche, die so bisher von keinem der Rivalen angeboten werden würde, erklärte ein Unternehmenssprecher. Finanziert werden soll das Ganze unter anderem über Zusatztarife, die später dazugebucht werden könnten.

Weniger Gewinn durch höhere Investitionen

Wirtschaftlich steht das Unternehmen alles andere als schlecht da. Kürzlich wurde die Jahresprognose bestätigt, nachdem im zweiten Quartal eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent auf über 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet werden konnte. Jedoch fällt dieses Ergebnis geringer als im Vorjahr aus. Dies sei vor allem mit Investitionen in neue Geschäftsfelder begründet, so das Unternehmen. Insgesamt erwirtschaftete United Internet im dritten Quartal diesen Jahres ein Gewinn von 40,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 99,5 Millionen Euro gewesen.

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