Darauf kommt es an: Zins und Zinseszins

(Bild) ZinseszinsDie Zinsrechnung wird dem Kunden fast überall wo es um Geldgeschäfte geht, vom Händler oder von der Bank abgenommen. Kunden müssen aber vergleichen können und dafür müssen sie wissen, wie man Zinsen und Zinseszinsen berechnen kann. Auch für private Spekulationen, Finanzierungsfragen oder bei Vergabe eines Privatkredit kann solches Wissen wichtig werden.

Unterschied Zinsen und Zinseszins

Was Zinsen sind, ist prinzipiell jedem klar und man wird lächeln, dass man sich an solcher Stelle dem Thema annimmt, doch gerade weil das konkrete Nachfragen viele Wissenslücken entschleiert, findet zumindest die Erklärung des Zinseszins seine Berechtigung. Während Normalzinsen auf ein über entsprechende Jahre hinweg konkretes Kapital berechnet werden, das nicht wächst, wird beim Zinseszins das durch Zinsen dazu gewonnene Kapital ebenso bei der Berechnung der neuen Zinsen berücksichtigt, wie das Anfangskapital. Der Ausgangswert wächst somit von Auszahlung zu Auszahlung. Daher spricht man vom Zins auf Zinsen:  „Zinseszins“. Drei Prozent Zinsen auf 100 Euro wären somit nach der ersten Frist insgesamt 103 Euro. Zinseszins und Zinsen machen hier noch keinen Unterschied. Erst bei der nächsten Berechnung geht der Zinseszins von 103, der Normalzins aber weiterhin von 100 Euro Anfangskapital aus.

Zinseszins bei Geldanlagen

Nicht nur in Hinsicht auf Kredite und Finanzierungen ist der Unterschied Zinseszins – Zinsen ein wichtiger Punkt, sondern auch und vor allem, wenn es um Geldanlagen geht. Schließlich will man wissen, wie hoch die Rendite ist. Die Formel für den Zins ist noch überschaubar und gleicht der Prozentrechnung: Anfallende Zinsen berechnen sich aus Anfangskapital mal Zinssatz durch 100. Für Zinseszins ist die Formel weit komplexer. Alternativ kann man jedoch die Zinsformel einfach so oft hintereinander anwenden, wie die Laufzeit einer Geldanlage vorschreibt. Das Anfangskapital wird dabei für jeden Durchgang mit den angefallenen Zinserträgen addiert.

Zinseszins auf Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld

Viele Sparer setzen wegen des vermeintlich ertragreichen Zinseszins noch immer auf das gute, alte Sparbuch, aber das ist längst out, weil die Zinsen so niedrig sind, dass auch der Effekt des Zinseszins nicht zum Tragen kommt. Eine weitaus lohnenswertere Geldanlage ist hingegen das Festgeld. Davor schrecken aber viele kleinere Anleger noch zurück. Die meisten Menschen kennen das Sparbuch immerhin seit ihrer Kindheit und halten es aus diesem Grund für die sicherste Sparmethode. Festgeld jedoch ist ebenso sicher und bietet einen weitaus ergiebigeren Zinssatz. Dadurch ergibt sich dann letztlich auch ein besserer Zinseszins. Und wer sich nicht auf lange Laufzeiten einigen kann, sollte sich zumindest über das Tagesgeld informieren. Auch hier ist Zinseszins möglich, auch wenn die Zinsen nicht hoch sind. Der Vorteil ist jedoch die Flexibilität und Kurzweiligkeit dieser Anlage.

Immer auf die News achten

Geldanleger, die noch einen Tick professioneller vorgehen wollen, sollten in regelmäßigen Abständen die News zur aktuellen Zinsentwicklung lesen. Viele Jahre schon sind die Bauzinsen beispielsweise extrem günstig. Das hatte zur Folge, dass zahlreiche Geldanleger lieber in Immobilien investieren, als ihr Kapital anderweitig anzulegen. Auch die Zahl der Immobilienkäufer zur Eigennutzung ist seit Beginn des günstigen Bauzinses gestiegen. Noch können Immobilienkäufer aber weiterhin von den günstigen Angeboten profitieren.

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