Zusatzgarantie für Elektrogeräte: Hier lauern fiese Fallen

(foto) Laptop kaputt - Kein Problem mit der Zusatzgarantie für Elektrogeräte?Wer kennt das nicht: Beim Kauf eines Tablets, Laptops oder Smartphones wollen Händler einem unverzüglich eine zusätzliche Garantie für das entsprechende Gerät andrehen. Häufig willigen Verbraucher schließlich ein, obwohl im teuren Zusatzschutz viele Fallstricke lauern.

Wer ein teures Smartphone kauft, muss sich nicht selten noch entscheiden, ob er einen Zusatzschutz in Form einer verlängerten Garantie für das Gerät abschließt. Händler sind zumeist sehr gewieft darin, den Kunden zu einer solchen Versicherung zu drängen, schließlich verdienen sie daran zusätzlich Geld. Wie die Stiftung Warentest nun allerdings herausgefunden hat, sind die meisten dieser Zusatzgarantien für Elektrogeräte nicht nur überteuert, sondern halten auch manch böse Überraschung bereit.

Zusatzgarantie für Elektrogeräte: Finanztest deckt auf

In der Regel bieten Hersteller für ihre Geräte zwei Jahre Garantie. Apple gibt sogar nur eine einjährige Garantie, darüber hinaus muss die Zusatzversicherung AppleCare gekauft werden. Doch solche Zusatzgarantien können Käufer auch bei anderen Elektronikhändlern für ihren neuen Fernseher, Laptop oder PC bekommen. Was diese Versicherungen allerdings taugen, hat die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Finanztest-Ausgabe aufgedeckt. Insgesamt wurden 28 Garantieverlängerungen unterschiedlicher Elektrohändler – unter anderem Amazon, Apple, Redcoon sowie Media Markt – etwas genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Garantie für Geräte: Dies sind die häufigsten Fallen

Zumeist kosten die Garantien viel Geld, halten aber nicht, was sie versprechen. Wer zudem das Kleingedruckte nicht richtig liest und Einschränkungen nicht beachtet, tappt schnell in die Kostenfalle.
Im Falle eines Diebstahls oder Totalschadens gibt es bei zahlreichen Zusatzgarantien als Ersatz lediglich ein „gleichwertiges“ Gerät. Kunden müssen also damit rechnen, dass sie statt eines Neugeräts auch nur ein gebrauchtes erhalten, weil das eigene Gerät immerhin schon genutzt wurde. Bloß bei einigen wenigen Händlern bekommen Verbraucher neue Geräte als Ersatz.
Außerdem schmälert häufig der Selbstbehalt die Freude an der Garantie. Zwar hört sich ein Reparatur-Eigenanteil von zehn Prozent zunächst nicht viel an, aber bei einem Smartphone im Wert von 800 Euro sind das satte 80 Euro – wohlgemerkt zusätzlich zu dem, was der Kunde sowieso schon für die Garantie bezahlt hat.
Zudem ist der Diebstahlschutz bei einigen Garantieverlängerungen stark eingeschränkt. So versichern viele Garantien zwar den Diebstahl, knüpfen dies jedoch an überaus harte Bedingungen. Beispielsweise zahlen manche Versicherer nur dann, wenn das entsprechende Gerät direkt von der Person gestohlen wird. Für Geräte, die etwa aus der Umkleidekabine während des Sports entwendet werden, übernehmen sie keine Verantwortung.

Nicht zur Geräte-Garantie drängen lassen

Generell sollten sich Käufer nicht zum Abschluss einer Garantie für Elektrogeräte überreden lassen. Zweifelsohne gibt es auch Versicherungen, die laut Finanztest recht gut abschneiden wie etwa die Geräteversicherung bei Media Markt und Saturn. Nichtsdestotrotz ist eine solche Versicherung keine Pflicht und steht somit jedem Kunden frei.

Kleiner Tipp: Wer einen Vertrag unterschrieben und eine zusätzliche Garantie vereinbart hat, dies allerdings bereut, kann binnen 14 Tagen widerrufen.

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