Altersvorsorge: Traurige Zahlen zur Rente

(Bild) Rente mit 63Wer bislang keinen Plan für seine Altersvorsorge hat, der sollte sich nachfolgende Zahlen zu Herzen nehmen. Ansonsten könnte schon in zehn Jahren jeder zehnte Rentner an Altersarmut leiden.

Jeder dritte Deutsche sorgt nicht für die Rente vor. „Das macht doch der Staat“, denken viele, haben aber nur bedingt Recht. 2014 kostet nur die Grundsicherung aller deutschen Rentner schon zirka 5,5 Milliarden Euro. In nur vier Jahren wird die Belastung bis auf 7,2 Milliarden steigen. Das ist eine Summe, wie sie durch Sozialabgaben untragbar wird.

Anstieg der Altersarmut

Die rasant steigenden Kosten sind einerseits durch den ungünstigen demographischen Wandel bedingt; andererseits durch eine zunehmende Altersarmut. Es wächst also der Anteil der Bevölkerung, der Rentengelder bezieht; während die Rentenzahler praktisch immer weniger verdienen. Selbstständige, Geringverdiener und Langzeitarbeitlose zahlen dadurch nur wenig in die Rentenkasse ein; erhalten später aber auch kaum noch etwas.

Rente mit 63 begeistert Wähler

Welche Ironie, dass die Bundesregierung trotz der absehbaren Probleme die Rentenlast noch erhöht, indem die Rente ab 63 in Kraft tritt. Ab nächster Woche ist es soweit! Ab 1. Juli 2014 können Beschäftigte 24 Monate früher in die Rente, vorausgesetzt es wurde 45 Jahre eingezahlt. Der Preis für dieses Wahlgeschenk: Altersarmut wird keine Ausnahme mehr sein.

Nachteile der Rente mit 63

Die negative Langzeitwirkung der Rente ab 63 wird aber bald nicht mehr der Rede wert sein, denn ihre Folgen kommen so schleichend, dass man sie nicht wahrnimmt. Ein perfektes Wahlgeschenk. Zorn könnte lediglich bei Altenpflegern und Krankenschwestern bestehen bleiben: Ihre Ausbildungszeiten werden nicht anerkannt; sie bekommen – das ist beabsichtigt – die 45 Beitragsjahre nicht frei. Auch viele Selbstständige sind benachteiligt, denn sie müssen mindestens 18 Jahre pflichtversichert gewesen sein.

Beiträge zur Rente sind irrelevant

Aber selbst wer länger einzahlt, wird über den Tisch gezogen, denn die Summe der geleisteten Rentenbeiträge spielt keine Rolle. Wer in 42 Jahren so viel einzahlt, wie ein anderer in 45; hat keinen Anspruch auf die abschlagsfreie Rente mit 63. Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit mit AG I werden bis zwei Jahre vor Rentenbeginn angerechnet. Auch steuerlich ergeben sich unterschiede. Wer vorzeitig mit 63 in Rente geht, muss 68 Prozent der Rentenbezüge versteuern. Bei der Rente mit 65 sind es 72 Prozent. Darum einmal mehr die Lehre: Unbedingt die private Altersvorsorge nutzen.

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