Männer vs. Frauen: Wer sorgt mehr fürs Alter vor?

(foto) Urlaub am Strand - Hoher Lebensstandard ohne Altersvorsorge?Die Gesellschaft wird immer älter und der demografische Wandel spitzt sich zu. Da sollte sich doch langsam jeder um eine gute Altersvorsorge bemühen. Dem ist aber nicht so, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Zudem gibt es hierbei deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Eine kürzlich durchgeführte, repräsentative Umfrage im Auftrag der R+V Versicherung hat ergeben, dass fast ein Drittel der Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren keine Altersvorsorge hat. Außerdem wurde deutlich, dass Frauen in puncto Altersvorsorge mehr Initiative zeigen als Männer.

Studie zur Altersvorsorge: Männer sind „Vorsorge-Muffel“

Im Auftrag der R+V Versicherung führte die TNS Infratest Mitte Juli 2015 bundesweit eine repräsentative Befragung von insgesamt 1.005 Männern sowie 1.001 Frauen zwischen 18 und 65 Jahren durch. Im Rahmen der telefonischen Umfrage sollte unter anderem in Erfahrung gebracht werden, ob die Befragten über die gesetzliche Rente hinaus für das Alter vorsorgen. Das Ergebnis: Im Durchschnitt haben 31,5 Prozent aller Studienteilnehmer keine Vorkehrungen zur privaten Altersvorsorge getroffen. Hierbei zeigt sich das weibliche Geschlecht sogar etwas eifriger: Nur 29,1 Prozent der Frauen sorgen nicht fürs Alter vor, während es bei Männern 33,5 Prozent sind.
Wenn sich Mann allerdings für die Altersvorsorge entscheidet, dann macht er das richtig. So gibt in Deutschland jeder zehnte Mann an, 250 Euro oder mehr im Monat in die private Altersvorsorge zu investieren, während es bei den Frauen kaum jede zwanzigste ist. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass Frauen noch immer tendenziell weniger verdienen als Männer und somit auch weniger Geld zurücklegen können.

Lebensstandard halten oder Lebensabend genießen?

Die Studie verdeutlicht zudem, dass Männer und Frauen unterschiedliche Wünsche für das Alter haben. Während 42,8 Prozent der befragten Frauen ihren Ruhestand später eher genießen möchten, anstatt lediglich den jetzigen Lebensstandard zu halten, sind es bei den Männern nur 36 Prozent, die sich als potentielle Genießer sehen. Fast der Hälfte der Männer genügt es, den Status quo beizubehalten.
Indes gibt jeder siebte Befragte an, sich im Alter nicht einschränken zu wollen, wobei es dem männlichen Geschlecht durchaus schwerer fiele, den Gürtel später enger zu schnallen.

Gesetzliche Rente später nicht ausreichend

Dass die Deutschen ihren Status quo im Rentenalter halten möchten, steht im deutlichen Widerspruch zur mangelnden Altersvorsorge vieler. Folglich scheint sich das Drittel der Befragten nicht darüber bewusst zu sein, dass die gesetzliche Rente häufig nicht ausreicht. Schließlich muss der gewünschte Lebensstandard im Alter über viele Jahre hinweg finanziert werden. Deshalb wäre insbesondere für Frauen eine private Altersvorsorge von größter Wichtigkeit. Immerhin bekommen sie durchschnittlich gut die Hälfte weniger an Rente als Männer, was natürlich in der Regel den Auszeiten für die Kindererziehung oder der langjährigen Beschäftigung in Teilzeitjobs geschuldet ist.

Zu einem recht ähnlichen Ergebnis kam auch eine Umfrage zur privaten Altersvorsorge im Aufrag der Axa Versicherung zu Beginn des Jahres. Wer sich also im Alter einen hohen Lebensstandard sichern möchte, der sollte unbedingt in eine private Altersvorsorge investieren.

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