Warum vielen Deutschen die Altersarmut droht

(foto) Leeres Portemonnaie - Wenn das Geld im Alter nicht ausreichtEine absolute Horrorvorstellung eines jeden Arbeitnehmers ist es wohl, nach 45 Arbeitsjahren eine derart mickrige Rente heraus zu bekommen, dass diese im wahrsten Sinne zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist. Doch tatsächlich müssen sich immer mehr Deutsche damit konfrontiert sehen, denn ihnen droht die Altersarmut – es sei denn, sie behelfen sich der privaten Altersvorsorge.

Die gesetzliche Altersvorsorge verkommt zunehmend zum Trauerspiel: Der demografische Wandel gepaart mit den anhaltenden Niedrigzinsen lässt die Zukunft für so einige ziemlich düster erscheinen. Wer nicht selbst aktiv wird und sich mit einer privaten Altersvorsorge absichert, dem könnte im Rentenalter die Altersarmut bevorstehen, denn die Zahlen zur Rente sind traurig.

Private Altersvorsorge für die meisten wichtig

Für den Großteil der Bundesbürger sind diese Fakten nichts neues. So ergab eine Studie der Union Investment, dass etwa 80 Prozent der Befragten durchaus wissen, dass es mit der erwartbaren Rente im Alter kaum mehr möglich sein wird, den eigenen Lebensstandard zu halten und somit die Altersarmut bevorstehen könnte. Immerhin wollen deshalb 61 Prozent eine private Altersvorsorge treffen.

Altersarmut: Bewusstsein entspricht nicht dem Verhalten

Allerdings zeigte die Erhebung auch, dass es hierbei bei der Umsetzung etwas hapert. Demnach äußerte knapp über die Hälfte der Befragten, dass sie etwa 200 Euro oder mehr im Monat auf die hohe Kante legen müssten, um im Alter nicht in die Altersarmut zu schlittern. Jedoch setzt nur ein Drittel dies wirklich in die Tat um, womit sich diese Gruppe im Vergleich zu früheren Studien sogar dezimiert hat. Andererseits wächst die Gruppe derjenigen, die monatlich zwischen 50 und 100 Euro als Altersvorsorge zurücklegen. Der Leiter Zukunftsvorsorge bei der Union Investment Wolfram Erling bemerkte dazu, dass anhand des Sparverhaltens der Anleger deutlich würde, dass deren eigene Ansprüche noch immer mit ihrem Handeln auseinanderfielen.
Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass es sicherlich weniger um nicht wollen als vielmehr um nicht können geht. So sind viele schlichtweg finanziell überhaupt nicht in der Lage, 200 Euro und mehr jeden Monat für die Altersvorsorge zurückzulegen.

Umdenken bei der privaten Altersvorsorge

Wo angesichts der Niedrigzinsphase ein deutliches Umdenken stattgefunden hat, ist bei den Anlageformen. So gehören etwa ein Eigenheim sowie die betriebliche Altersvorsorge mittlerweile zu den beliebtesten Geldanlagen der Deutschen. Generell haben die Bundesbürger ihren Blick für neue Formen geöffnet. Während beispielsweise Ende 2014 noch über die Hälfte der Befragten Aktien für die Altersvorsorge ablehnten, sind es aktuell lediglich 35 Prozent. Der Vorteil von Aktien besteht vor allem darin, dass selbst mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz gute Renditen erzielt werden können. Allerdings darf hierbei jedoch das Verlustrisiko nicht außer Acht gelassen werden.

Wer im Monat also eventuell ein paar Euro übrig hat, der sollte nicht zögern, sich nach einer entsprechend lukrativen Geldanlage umzusehen, wobei auch der GELD.de Geldanlagen Vergleich behilflich sein kann. Die private Altersvorsorge wird immer unabdingbarer, denn im schlimmsten Fall droht irgendwann tatsächlich die Altersarmut.

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