Grüne Hoffnungen

Nach den Wahlerfolgen der Grünen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erhofft sich die Baubranche Investitionen in Milliardenhöhe.

„Weil nun immer klarer wird, dass die Atomkraft deutlich kürzer zur Verfügung steht als geplant, werden wir nicht um den Ausbau fossiler Kraftwerke als Brückentechnologie herumkommen“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, der Berliner Zeitung.

„Das wird erhebliche Investitionen nach sich ziehen“

Laut dem Bericht rechne Knipper bis 2020 mit Aufträgen in Höhe von 35 bis 43 Milliarden Euro. Davon würden etwa fünf bis sechs Milliarden Euro der Bauindustrie zugute kommen. „Das ist für uns eine Riesenchance“, wie die Nachrichtenagentur dapd aus der Berliner Zeitung zitiert.

Der Bauindustrie komme dabei auch zugute, dass die Grünen den langfristigen Umstieg auf regenerative Energien anstreben. Investitionen seien dahingehend zum Beispiel beim Ausbau des Stromnetzes erforderlich, um den Strom von Windkraftanlagen in der Nordsee zu den Verbrauchern zu transportieren. Knipper plädierte in der Zeitung für unterirdische Trassen, die zwar teurer seien als oberirdische, dafür aber auch sicherer und umweltverträglicher.

Sorge um „S21“

Neue Impulse erhofft sich Knipper auch beim Segment der Wohnungssanierungen. „Die Grünen streben eine höhere CO2-Reduktion an und die lässt sich nur durch Neubauten und Sanierungen erreichen“, so der Verbandschef. Sorgen bereite ihm jedoch das Großprojekt „Stuttgart 21“. Als Projekt mit überregionaler Bedeutung plädierte Knipper dafür, dass darüber nicht in einer regionalen Volksabstimmung entschieden werden dürfe.

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