Immobilien: Wo lohnt sich kaufen, wo mieten?

Bild ImmobilieDie Preise steigen weiter und doch lohnt sich vielerorts immer noch die Investition in Betongold. Denn die Hypothekenzinsen sind und bleiben mehr als günstig. So sieht es auch die Stiftung Warentest und empfiehlt den Immobilienkauf in vielen Regionen.

Wer sich heute ein Eigenheim zulegt und dafür einen Baukredit zu niedrigen Zinsen aufnimmt, muss vor hohen Kaufpreisen nur bedingt scheuen. Denn in vielen Wohnlagen machen die attraktiven Konditionen der Baufinanzierung den Preisanstieg wieder wett. In einigen Städten ist jedoch Vorsicht geboten, wenn Immobilien zu Mondpreisen veräußert werden. Eine differenzierte Auswertung der Zeitschrift „Finanztest“ von insgesamt 106 Städten und Kreisen zeigt auf, wo Interessenten welche Kaufpreise für Häuser und Wohnungen erwarten und welche Neuvertragsmieten im Gegenzug möglich sind. Die der Erhebung zugrunde liegenden Daten stammen vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) und beziehen sich auf tatsächlich gezahlte Preise und Mieten.

Großstädte mit Vorsicht zu genießen

Die Zahlen des vdp belegen es deutlich: Universitätsstädte und Ballungszentren sind als Investitionslagen wesentlich risikoreicher als ländliche Regionen. Wer etwa bereits vor fünf Jahren in Berlin gekauft hat, kann sich heute freuen, denn die Preise sind um 40 Prozent gestiegen. Das bedeutet nicht nur höhere Mieteinannahmen für Eigentümer, sondern auch ein ungleich höherer Wiederverkaufswert. Will man dagegen heute noch eine Wohnung oder gar ein Haus in der Großstadt finanzieren, sollte die Rechnung schon aufgehen. Konkret ist hier auf das Kaufpreis-Miete-Verhältnis zu achten, wobei der Kaufpreis durch die Netto-Jahresmiete geteilt wird. Liegt das Ergebnis bei über 20, wird es schon kritisch. Nur in besonders begehrten Lagen ist ein Wert von bis zu 25 noch zu verschmerzen. Allzu klein sollte der Wert im Gegenzug aber auch nicht sein, denn das könnte auf einen schlechten Zustand der Immobilie oder eine ungünstige Lage hindeuten.

Kaufen oder Mieten ist Standortfrage

In vielen Großstadtlagen ist es bereits sehr teuer. Besonders in Städten wie Frankfurt und Düsseldorf, aber besonders in Hamburg und München werden seit jeher Luxuspreise bezahlt. Der Quadratmeter Eigentumswohnung in Berlin kostet derzeit durchschnittlich 4860 Euro. Da kann es durchaus günstiger sein, zur Miete zu wohnen, vor allem, wenn man seinen Mietvertrag schon vor Jahren unterzeichnet hat und dementsprechend niedrige Abschläge zahlt.

In anderen Städten und vielen Randlagen kann es dagegen sinnvoll sein, sich seine Traumimmobilie zu finanzieren. Besonders für Selbstnutzer ist der Immobilienkauf eine gute Option, wenn das Kaufpreis-Miete-Verhältnis bei 20 oder darunter liegt. Selbst wenn der Preis pro Jahr um ein Prozent fallen sollte, sind Immobilienkäufer dann noch im Plus. Etwas anders stellt es sich dar, wenn man seine Baufinanzierung in eine teure, vermietete Wohnung steckt. Denn diese rechnet sich meist nicht allein über die Mieteinnahmen und muss doch immer wieder in Schuss gehalten werden. Selbst in den besten Lagen steigen die Mieten nicht bis in den Himmel, so viel muss Eigentümern klar sein. Die Experten von Finanztest empfehlen, Abstriche in der Lage zu machen, besonders in Top-Städten. Hier ließen sich bis zu 39 Prozent einsparen, wenn Käufer statt einer sehr guten eine gute Lage wählten.

Immobilie und Baufinanzierung geschickt wählen

Um beim Immobilienkauf die richtige Wahl zu treffen, können Interessenten verschiedene Punkte beachten. Einerseits gilt es, die persönliche Situation richtig einzuschätzen: Will ich Haus oder Wohnung selbst beziehen, muss es eine sehr gute Lage sein, oder bin ich auch mit einer guten Lage zufrieden? Anschließend sind die Angebote sorgfältig zu vergleichen und die Suche nach der passenden Baufinanzierung kann beginnen. Wer ein Darlehen über 20 Jahre aufnimmt, kann schon mit einem Zinssatz von unter 1,5 Prozent rechnen.

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