Schlechte Noten für Bausparkassen

Beratung zu Bausparverträgen teilweise mangelhaftDie Nachfrage nach Immobilien steigt, je länger die Finanzkrise anhält. Dies ist auch eine Chance für Bausparkassen. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis eines aktuellen Tests: Nahezu jede vierte Bausparkasse berät ihre Kunden mangelhaft. Teilweise hat dies ernsthafte finanzielle Konsequenzen für die Kunden.

Keine Berücksichtigung von Kundenwünschen

Für die Zeitschrift Finanztest ließen sich Testkunden zum Thema Bausparvertrag beraten, insgesamt wurden 154 Beratungen durchgeführt. Fast die Hälfte davon wurde als gut oder sehr gut bewertet, doch knapp jede vierte Beratung erhielt die Testnote mangelhaft. Die Gründe für das schlechte Abschneiden einiger Bausparkassen sind vielfältig. Mal wurden die Kundenwünsche komplett ignoriert, mal wurden die Kosten für den Bausparvertrag viel zu hoch angesetzt. Die Testkunden fragten beispielsweise nach einem Vertrag über fünf Jahre, erhielten jedoch Angebote für Zehn-Jahres-Verträge. Die Tester ziehen aufgrund der Ergebnisse ein ernstzunehmendes Fazit: Viele Anbieter würden nicht ausreichend auf Kundenwünsche eingehen und daher einen suboptimalen Tarif anbieten.

Bausparverträge derzeit gute Sparoption

Aufgrund der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzlage interessieren sich immer mehr Menschen für Immobilien. Gleichzeitig sind die Zinsen für die Geldanlage und für Kredite auf einem historischen Tiefstand – optimale Voraussetzungen also für Bausparverträge. Künftige Bauherren sollten daher jetzt einen Bausparvertrag abschließen und nicht warten, bis die Zinsen wieder steigen.

Ein Bausparvertrag besteht aus einem Sparplan und einem Darlehen. Der Zins für das Darlehen wird schon zu Vertragsbeginn festgelegt, daher ist der Einstieg derzeit mit guten Konditionen verbunden. Allerdings sind die Guthabenzinsen in der Sparphase ebenfalls niedrig. Zudem muss der Kunde bei Abschluss des Vertrags eine Gebühr von einem Prozent auf die Gesamtsumme zahlen und wettet auf steigende Zinsen. Diese Wette ist momentan aufgrund des Zinstiefs mit einem vergleichsweise geringen Risiko verbunden. Doch wenn die Bausparkasse ein zu teures Paket für den Bausparer geschnürt hat, kann der vermeintliche Zinsvorteil schnell verpuffen.

Tipps für Bausparer

Bausparkassenkunden wird empfohlen, sich vor dem Beratungsgespräch gut zu informieren. Dazu gehört eine realistische Aufstellung der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sowie der Kosten, die für den Hausbau oder die Modernisierungsmaßnahmen anfallen. Außerdem sollten Bausparer eine Höchstrate für die monatliche Sparsumme sowie den frühestmöglichen Termin für die Baumaßnahmen festsetzen. Diese Daten sind wichtig für ein gutes Beratungsgespräch. In diesem Gespräch sollte der Bausparkassen-Berater ein Angebot inklusive eines Spar- und Tilgungsplans vorlegen, damit der Kunde die Details frühzeitig mit seinen eigenen Anforderungen abstimmen kann. Zudem sollten künftige Bausparer sich mindestens drei Angebote von verschiedenen Bausparkassen zum besseren Vergleich einholen.

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