Wohnungsmangel in Großstädten

Bezahlbare Wohnungen könnten bald Mangelware seinDer Deutsche Mieterbund prognostiziert für die nächsten fünf Jahre einen deutlichen Rückgang von Mietwohnungen in Großstädten. Der Wohnungsknappheit werde vor allem Normalverdiener betreffen, denn nur im Luxussektor gibt es derzeit keinen Mangel.

„Bis zum Jahr 2017 werden in Deutschland 825.000 Mietwohnungen – insbesondere in Ballungszentren, Groß und Universitätsstädten – fehlen, wenn so weitergebaut wird wie bisher“, so Lukas Siebenkotten, Verbandsdirektor des Deutschen Mieterbunds. Als Konsequenz daraus zieht er, dass gerade die Mieten für normal Verdienende steigen werden.

Auch das Pestel-Institut in Hannover hat bereits festgestellt, dass in den zehn deutschen Großstädten bereits jetzt mehr als 100.000 Mietwohnungen fehlen. Da momentan nur 60.000 bis 70.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden, wird die Zahl der fehlenden Immobilien schließlich auf 825.000 steigen.

Statt auf sozialen Wohnungsbau mit moderaten Mietpreisen zu setzen, werden in Deutschland mehr und mehr Luxusimmobilien gebaut. In einigen Viertel in Hamburg, Berlin oder München liegen die Preise längst bei 12 Euro und mehr pro Quadratmeter. Durch die verstärkten Sanierungsmaßnahmen in Stadtquartieren mit günstigem Wohnraum werden viele Mieter entweder aus ihrer bekannten Umgebung verdrängt oder müssen für ihre Wohnung künftig tiefer in die Tasche greifen. Manch einer zahlt bereits jetzt die Hälfte seines Einkommens an Mietkosten. Der Deutsche Mieterbund plädiert daher für die Stärkung des sozialen Wohnungsbau, um den Bedarf auch an dieser Stelle zu decken.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0