Treppenstrategie: So lohnt sich das Festgeld

(foto) Geld stufenweise festlegen Die Europäische Zentralbank rudert noch immer kräftig, um dem deflationären Trend in der Euro – Zone entgegenzuwirken. Die Folge: Unterirdische Zinsen verleiden es den Sparern, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Zwar verspricht auch das Festgeld über einen längeren Zeitraum eine lukrative Rendite abzuwerfen, damit sich das jedoch wirklich lohnt, sollten Anleger auf die Treppenstrategie setzen.

Geld auf das Tagesgeld – Konto packen? Bei einem durchschnittlichen Zinsniveau von 0,57 Prozent steht diese Anlageform kaum zur Debatte. Für das Festgeld sehen die Konditionen auch nicht rosiger aus, jedoch gäbe es bei einer fünfjährigen Laufzeit immerhin 2,2 Prozent Zinsen. Doch was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen? Hier kommt sodann die Treppenstrategie ins Spiel.

Festgeld nur bei niedrigen Zinsen lohnenswert

Wer derzeit auf die Flexibilität, die das Tagesgeld mit sich bringt, verzichtet und sein Geld in einem Zeitraum von fünf Jahren fest anlegt, kann bei einem Zinssatz von 2,2 Prozentpunkten zumindest eine gewissen Ertrag erwarten. Das Festgeld lohnt sich aber nur dann, wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben. Denn im Falle eines steigenden Zinsniveaus wäre das Geld der Sparer gebunden und stünde für gewinnbringende Angebote nicht zur Verfügung. Kunden etwa, die jetzt auf das Festgeld setzen, müssen sich gute drei Jahre über mickrige Renditen ärgern, sollten die Zinsen nach zweijähriger Laufzeit ansteigen. Doch für gewöhnlich springen diese nicht schlagartig in die Höhe sondern sukzessive. Daher verspricht die Strategie der stufenweisen Anlage sichere Erträge und dabei noch einen gewissen Grad an Flexibilität.

Was verbirgt sich hinter der Treppenstrategie?

Wie die Bezeichnung schon andeutet, verbirgt sich hinter dieser Strategie das Prinzip der treppenartigen Geldanlage. Wenn ein Kunde beispielsweise 25.000 Euro rentabel auf ein Festgeldkonto packen möchte, splittet er die Gesamtsumme in Teilbeträge von je 5.000 Euro auf, welche er dann unterschiedlich lang festlegt. Für gewöhnlich sind beim Festgeld Laufzeiten von zwölf Monaten bis zu fünf Jahren lohnenswert. Laufen die ersten 5.000 Euro dann nach einem Jahr ab, kann der Kunde sie dann erneut für die aktuell gültigen Konditionen als Festgeld anlegen. Sollten die Zinsen zwischenzeitlich gestiegen sein, bringt dieses Geld schon bessere Renditen. Wenn darüber hinaus die Zinssätze in den darauffolgenden Jahren weiter ansteigen, wachsen somit auch die anderen Erträge des Sparers.
Natürlich besteht für Anleger mit dieser Taktik die Gefahr, durch abfallende Zinsen Verluste einzufahren, jedoch werden diese dank der Aufteilung der angelegten Summe beschränkt.

Festgeld bei verschiedenen Banken

Wenn Kunden die Treppenstrategie optimal nutzen wollen, sollten sie für jede Laufzeit das beste Angebot wählen. Abhängig von der Laufzeit wechseln jedoch die Spitzenanbieter. Für optimale Renditen müssten Sparer momentan bei wenigstens vier Kreditinstituten ein Festgeldkonto eröffnen. Daher lohnt sich diese Anlagestrategie nur bei höheren Sparbeträgen.
Wer jedoch Gefallen an dieser Art der Geldanlage gefunden hat, kann sogleich bei geld.de einen Festgeld – Vergleich durchführen und sich die beste Bank mit dem optimalen Angebot heraussuchen. Damit sind Anleger einigermaßen unabhängig von den Maßnahmen der EZB, ob sie nun eine erneute Zinssenkung oder Zinssteigerung erwägt.

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