Elementarversicherung für viele günstiger und einfacher geworden

Elementargefahren wie Hochwasser bedrohen Gebäude und BrückenGute Nachrichten für zehntausende Immobilienbesitzer: Die Zahl der Gebäude in Deutschland, die als stark von Hochwasser bedroht gelten, hat sich innerhalb eines Jahres um 30 Prozent verringert. Nach einem Update der Hochwasserdatenbank ZÜRS Geo, können sich 58.000 Hauseigentümer nun günstiger gegen Elementarschäden versichern.

Der höchsten Gefahrenklasse 4 wurden 2016 nur noch 139.000 Häuser zugeordnet. Das sind 58.000 weniger als noch ein Jahr zuvor. Für die Besitzer bedeutet das, dass eine Elementarversicherung weniger kostet, um ihr Haus bei Hochwasser und Co. zu abzusichern. Der Beitrag der Elementarversicherung richtet sich nämlich nach der Gefahrenzone bzw. Gefährdungsklasse, in der das Gebäude liegt. Je höher die ZÜRS Geo Gefährdungsklasse (1-4), desto teurer wird es.

Der Grund für die Herabstufung – und damit für die Begünstigung der Hauseigentümer – sind bessere Daten der öffentlichen Hand. Das Update des Zonierungssystems des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beinhaltet nun erstmals flächendeckend sämtliche Hochwassergefahrenkarten aller Bundesländer.

Anzahl der Gebäude in ZÜRS Gefährdungsklassen 2015-2016

Gefährdungsklasse 2015 2016
GK 4 197.000 139.000
GK 3 204.000 220.000
GK 2 1.700.000 1.600.000
GK 1 19.100.000 19.300.000

Nachwievor zählen aber 9 von 10 Gebäuden zur ZÜRS Geo-Gefährdungsklasse 1 (2016: 90,9% aller Gebäude, 2015: 90,2%). Einige der Immobilienbesitzer profitierten dabei besonders: 17.000 Häuser rutschten dabei aus GK 4 in die GK 1. Wenn sich da nicht ein Wohngebäudeversicherung-Vergleich lohnt! In der Risikoklasse GK 2 waren 2015 1,7 Millionen Häuser (7,9%), 2016 waren es 100.000 weniger (7,4%). ZÜRS Gefährdungsklasse GK 3 vereinte 2015 204.000 Gebäude (1,0%), ein Jahr später waren es 220.000 (1,0%).

Übrigens: Nicht nur Eigenheimbesitzer und Vermieter profitieren von der Änderung der Gefahreneinstufung. Vor allem Mieter können sich dadurch auf niedrigere Mietnebenkosten freuen, wenn die Beiträge zur Wohngebäudeversicherung mit Elementargefahrenschutz auf ihn umgelegt werden. Allerdings greift der Preisvorteil nur, wenn eine neue Wohngebäudeversicherung abgeschlossen wird.

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