Hochwasserinformation: In welcher Risiko-Region lebe ich?

HochwasserzonierungJeder kann und sollte für sein Haus eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Der Versicherungsbeitrag richtet sich dabei unter anderem nach der geografischen Lage. In welcher Gefahrenzone ihr Wohneigentum liegt, sollen Hausbesitzer künftig einsehen können.

Nicht mehr nur Versicherern vorbehalten

Bislang haben nur die Anbieter einer Wohngebäudeversicherung Einblick in das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, kurz ZÜRS Geo, des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wer in einem Gebiet wohnt, in dem es häufiger zu Überschwemmungen kommt, muss meist mehr zahlen. Denn die Versicherer schätzen das Risiko eines Schadenfalls nach ZÜRS Geo ein und berechnen danach den Beitrag.

Die Versicherungswirtschaft plant nun, Teile des Zonierungssystems, das Regionen in vier Gefährdungsklassen einteilt, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies soll in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium und den Bundesländern geschehen. Ab 2012 sollen sich Behörden, Unternehmen und auch die Bürger im Internet informieren können, ob ihre Region als besonders hochwassergefährdet eingestuft wird.

Das neue System soll „ZÜRS Public“ heißen und als Testversion ab Anfang 2012 für die Freistaaten Sachsen und Bayern laufen. Bei erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts sollen weitere Bundesländer folgen. Ziel ist es, für jeden Bundesbürger Informationen über den Grad der regionalen Hochwassergefahr zur Verfügung zu stellen.

ZÜRS Geo sorgt für mehr Versicherungsschutz

Laut GDV hat ZÜRS Geo in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer mehr Gebäude in Deutschland gegen Schaden durch Hochwasser, Überschwemmung und Starkregen versichert werden können. Derzeit seien 99 Prozent aller Regionen ohne Probleme versicherbar.

Trotz der Zunahme an abgeschlossenen Elementarversicherungen verfügen sieben von zehn Haushalten in Deutschland noch keinen Versicherungsschutz gegen Elementarschäden. Jörg von Fürstenwerth, GDV-Hauptgeschäftsführer, rät allerdings von einem solchen „Sparen an der falschen Stelle“ ab. Auch Häuser abseits von großen Flüssen werden immer häufer überschwemmt, wie beispielsweise beim extremen Hochwasser in Sachsen 2010.

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