Mehr Hochwasser-versicherte Wohngebäude

Sicherer mit ElementarversicherungIn Zeiten häufiger Hochwasser und Starkregen sind Immobilienbesitzer in Deutschland vorsichtiger geworden. Insgesamt waren 2016 40 Prozent aller Gebäude in Deutschland über eine Elementarversicherung bei Hochwasser, Überschwemmung und Starkregen geschützt. Ein Jahr zuvor waren es noch 3% weniger, vor 15 Jahren sogar nur halb so viele.

Dies zeigen am Mittwoch veröffentlichte Daten des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zur Gebäudeversicherung. Dennoch sind immer noch sechs von zehn Wohnhäusern (knapp 11 Mio.) nicht ausreichend versichert. Zwar haben Hauseigentümer oft bereits eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen, die schützt aber im Basistarif nur bei Sturm und Hagel, Leistungswasserschäden und Feuer. Für die Absicherung gegen Hochwasser und Überschwemmung braucht es aber den Elementarschutz als Zusatzbaustein.

Baden-Württemberger am besten versichert

Häuslebesitzer in Baden-Württemberg sind mit Abstand am häufigsten versichert. Hier sind mit 94% nahezu alle Häuser gegen Elementargefahren versichert. In allen anderen Bundesländern ist nicht einmal jedes zweite Gebäude geschützt. Platz 2 teilen sich die Sachsen und die Thüringer mit 46%, gefolgt von Sachsen-Anhalt (42%). Die geringste Versicherungsquote hat Bremen (17%).

Bayern: Eigene Versicherung statt staatliche Hochwasserhilfe

Seit 2009 versuchen immer mehr Landesregierungen, Ihre Bewohner auf das Thema Elementargefahren und notwendigen Gebäudeversicherungsschutz aufmerksam zu machen und zum Abschluss einer Gebäudeversicherung inkl. Elementarschutz zu bewegen. „Der Anstieg der Versicherungsdichte gegen Elementargefahren zeigt, dass die Verbraucher zunehmend für die Gefahr Starkregen sensibilisiert sind und die Informationskampagnen in zahlreichen Bundesländern wirken“, deutet Bernhard Gause (GDV-Geschäftsführung) die Zahlen.

Nun hat die Landesregierung Bayern angekündigt, in zwei Jahren (ab 01.07.2019) keine finanzielle Unterstützung für Hochwasseropfer zu bewilligen, wenn das Haus versicherbar gewesen sei. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, als Ersatzversicherer zu fungieren“, zitiert die Augsburger Allgemeine den Bayerischen Finanzminister Markus Söder. Immobilienbesitzer sollen also nicht auf den Staat vertrauen, wenn es um die Sicherheit des Eigenheims geht. In Regionen, in denen kein Versicherungsschutz möglich ist, dürften Eigentümer aber noch auf staatliche Hilfe bei Hochwasserschaden hoffen. Allerdings deckt diese Unterstützung bei Weitem nicht die gesamten Schadenkosten. Dessen sollten sich Hausbesitzer in allen Bundesländern bewusst sein. Daher ist es besser, von vornherein gegen Elementargefahren wie Überschwemmung und Hochwasser durch Starkregen abgesichtert zu sein. Was so eine Gebäudeversicherung mit Elementargefahrenschutz kostet, zeigt der GELD.de Wohngebäudeversicherung-Vergleich.

Die gute Nachricht: Für viele ist der Schutz gegen Elementargefahren günstiger geworden. Die Verteilung der Gebäude nach den vier ZÜRS-Geo-Gefahrenklassen hat sich zugunsten der meisten Hausbesitzer verschoben. Damit wird ihr Zuhause zu geringeren Kosten versicherbar.

 

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