Studie: Smartes Zuhause minimiert Schadenrisiko

Gebäude-Risikofaktor Waschmaschine: In der Not hilft die GebäudeversicherungRauchmelder, Bewegungsmelder oder Feuchtigkeitsmelder daheim sind wichtige Frühwarnsysteme, um Gefahren von Hab und Gut, aber auch Leib und Leben fernzuhalten. Vor allem wenn sie im Rahmen eines Smart Homes vernetzt sind, können sie sogar die schadenbedingten Kosten verringern – und zwar um die Hälfte. Die Gebäudeversicherer entwickeln derweil Konzepte und Kooperationen, um die Schäden in Ihrem Zuhause zu gering wie möglich zu halten.

Schadenreduzierung um bis zu 80 Prozent

Smart Home Einrichtungen könnten 40 bis 60 Prozent der Gebäuderisiken verringern, so das Ergebnis der Studie „Insurance and Technology“ von Morgan Stanley und der Boston Consulting Group (BCC). Vor allem in den Bereichen Wasserschäden, Brandschäden und Einbruchschäden sieht die Studie großes Potenzial. So könnten durch Wassermelder und Druckmessgeräte das Wasserschadenrisiko um 70 % minimieren. „Smarte“ Rauchmelder hätten ein Präventionspotenzial bei Feuer- und Brandschäden von ebenfalls 70 %. Und hochentwickelte, vernetzte Alarmsysteme könnten den Schaden durch Dritte bei Einbruch und Einbruchdiebstahl um bis zu 80 % reduzieren. Auf die Gesamtheit der Gebäuderisiken bezogen errechneten Morgan Stanley und BCC eine Risiko- bzw. Schadenminimierung um 40 bis 60 %. Umgerechnet bedeutete das eine Einsparung bei Versicherungsbeiträgen von mehreren Milliarden Euro.

Gebäudeversicherung und das Internet of Things

Das Smart Home bietet viele Chancen, sein Heim sicherer zu machen und möglichen Schaden im Haus gering zu halten. Durch frühzeitige Meldung und Erkennung kann die Schadenursache schnellstmöglich bekämpft und der Schaden eingedämmt werden. Nicht nur Mieter und Immobilienbesitzer sind an solchem technischen Fortschritt interessiert. Auch in der Gebäudeversicherung beschäftigt man sich zunehmend mit dem Thema Smart Home.
„Es gibt bei den Versicherern gerade viele Testfelder“, weiß Oliver Hauner vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Bereich Sach- und Technische Versicherung. „Die Entwicklung in dem Bereich ist unheimlich dynamisch, es gibt eine Vielzahl von Herstellern, Standards und Angeboten.“
Einige Wohngebäudeversicherer haben sich mit Herstellern von Smart Home Geräten zusammengetan. So können Kunden der CosmosDirekt mit Abschluss der Wohngebäudeversicherung auch von einer Smart-Home-Grundausstattung des Herstellers Devolo profitieren. Die Allianz ist eine Kooperation mit Panasonic eingegangen. Hier registrieren vernetzte Sensoren eingeschlagene Fenster oder einen Wasserschaden und benachrichtigen nicht nur die Hausbewohner, sondern melden den Schaden auch gleich dem Allianz Assist Service Center, das sofort notwendige Schritte einleitet, um weiteren Schaden im Haus zu vermeiden. Auch Axa und RWE-Tochter innogy arbeiten in Sachen Schadenprävention zusammen und bieten das Axa Sicherheitspaket aus mehreren Smart Home Elementen wie Rauchmelder oder Wassermelder an.
Was die Sicherheit der neuen Technik, die Teil des Internet of Things ist, angeht, gibt es aber noch Lücken und Optimierungspotenzial. So rät Hauner dazu, Smart Home System mit Bedacht und nur in Kombinationen mit herkömmlichen Sicherheitsvorkehrungen zu nutzen – nach dem Motto: „Mechanik vor Elektronik“.

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Eine Antwort zu “Studie: Smartes Zuhause minimiert Schadenrisiko”

  1. Rita S. sagt:

    Aus meiner Sicht macht das auch Sinn, um Schäden vorzubeugen.

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