Werde ich zur Elementarschadenversicherung gezwungen?

(foto) Elementarschadenversicherung zum Schutz vor HochwasserIn Deutschland nehmen Unwetter immer weiter zu und verursachen regelmäßig Schäden in Millionenhöhe. Da die Gebäudeversicherung nur mit Basisschutz bei Elementarschäden am Haus nicht leistet, muss der Staat einspringen. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn vermehrt werden Forderungen laut, Hausbesitzer zu einer Elementarschadenversicherung zu zwingen.

Eine Versicherung gegen Elementarschäden wird wohl zunehmend immer wichtiger. Schließlich halten Stürme, Hochwasser und Co. die Bundesrepublik wiederholt in Atem. Eine Elementarschadenversicherung für sein Haus gegen solche Eventualitäten abzuschließen, obliegt jedem Hausbesitzer allerdings bislang selbst. Doch die Stimmen für eine Pflichtversicherung sind laut.

Elementarschadenversicherung in Deutschland selten

In der Vergangenheit wurde eine verpflichtende Versicherung gegen Elementarschäden stets vor dem Hintergrund diskutiert, dass lediglich ein Drittel der deutschen Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung besitzen. Darüber hinaus wird es vielen Eigentümern erschwert, eine bezahlbare Versicherung zusätzlich zu ihrer Wohngebäudeversicherung für ihr Haus abzuschließen. Denn vor allem diejenigen, die in Risikogebieten wohnen, haben häufig Schwierigkeiten, überhaupt eine Versicherung zu finden, die ihr Haus abzusichern bereit ist. Gibt es eine entsprechende Versicherung, sind dann nicht selten die Versicherungsprämien so hoch, dass die meisten Hausbesitzer lieber auf die Elementarschadenversicherung verzichten.

Versicherer üben Kritik an Elementarschadenversicherung

Wenig begeistert von der Idee, eine obligatorische Versicherung gegen Elementarschäden einzuführen, zeigten sich vor allem die Versicherungsunternehmen selbst. So brachte etwa der Vorsitzende des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft Jörg von Fürstenwerth den Einwand, dass eine solche Pflichtversicherung schlichtweg ungerecht sei. Schließlich müssten dann diejenigen Hausbesitzer, die weit weg vom Wasser wohnen, für jene zahlen, die etwa Fluss- oder Seeblick genießen. Außerdem sieht er die Gefahr, dass eine verpflichtende Elementarschadenversicherung dazu führen könnte, dass weniger vorbeugende Maßnahmen getroffen würden, wie etwa der bauliche Hochwasserschutz. Folglich hätte ein erneutes Hochwasser noch mehr beschädigte Gebäude zur Folge und damit ebenfalls höhere Versicherungsprämien.

Elementarschadenversicherung vorerst keine Pflicht

Die Versicherung gegen elementare Schäden wird wohl so schnell nicht obligatorisch werden. Der Grund dafür seien europarechtliche Bedenken, wie es vom Vorsitzenden der Justizministerkonferenz hieß. Nichtsdestotrotz wollen die Justizminister nicht gänzlich von der Angelegenheit Abstand nehmen. Vielmehr sei vorgesehen, staatliche Opferhilfen in Zukunft an spezielle Bedingungen zu knüpfen, um letztlich mehr Hausbesitzer dazu anzuhalten, selbstständig eine Versicherung gegen Elementarschäden abzuschließen. Wer folglich keine zusätzliche Versicherung gegen Unwetterschäden abschließen möchte beziehungsweise wer den Nachweis nicht liefern kann, es zumindest versucht zu haben, dem wird im Schadensfall die staatliche Hilfe verwehrt. Ein entsprechender Entschluss soll noch in dieser Woche von den Justizministern getroffen werden.

Wer bislang noch nicht wusste, dass seine Gebäudeversicherung nicht für Schäden durch Hochwasser oder ähnliches zahlt und sich nun entsprechend absichern möchte, der sollte einen Blick auf den GELD.de Elementarversicherung-Vergleich werfen.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0