Beliebte Anlageformen: Tagesgeld und Bundeswertpapiere

Tagesgeld und Bundeswertpapiere sind beliebte Sparformen in der Krise.Die Krise scheint kein Ende zu nehmen, Sparer sind nach wie vor verunsichert. Viele greifen daher zu wenig rentablen, aber vergleichsweise sicheren Anlagemöglichkeiten. Zu den Gewinnern der Krise zählen vor allem Tagesgeld und Bundeswertpapiere. Doch mit den letztgenannten ist bald Schluss.

Laut Til Klein, Finanzexperte der Boston Consulting Group, geht der Trend eindeutig zu kurzfristigen Anlageformen wie etwa dem Tagesgeld. Diese Entwicklung ist aber dem Mangel an Alternativen geschuldet, wie Experten erläutern. Die Anleger hätten laut einem Bericht des Handelsblattes schlicht kaum eine andere Möglichkeit als Tagesgeld, wenn sie ihr Geld kurzfristig parken möchten. Seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers, der die weltweite Finanzkrise einläutete, haben die deutschen Sparer etwa 300 Milliarden Euro extra auf Tagesgeldkonten abgelegt, so die Berechnungen des Kapitalmarktexperten Peter Barkow.

Tagesgeld: sicher, aber magere Zinsen

Rentabel ist die Sparform Tagesgeld jedoch nicht. Derzeit winken durchschnittlich nur 1,4 Prozent Zinsen bei einer Einzahlung von mehr als 5000 Euro. Sparer müssten eine Rendite von circa vier Prozent erreichen, um die Verluste durch Steuern, Inflation und anderer anfallender Kosten auszugleichen, doch mit den derzeitigen Zinsen für Tagesgeld sind sie weit davon entfernt. Ähnlich sieht es beim Festgeld aus, zumindest bei Laufzeiten unter fünf Jahren. Doch angesichts der unsicheren Finanzlage wollen Sparer ihr Geld in der Regel nicht langfristig anlegen.

Bundeswertpapiere werden eingestellt

Bislang galten Bundeswertpapiere als beliebte und sichere Anlageform in Krisenzeiten, doch damit soll jetzt Schluss sein. Das Bundesfinanzministerium hat vor Kurzem beschlossen, dass das Geschäft mit Privatkunden aus Kostengründen ab dem Jahr 2013 eingestellt werden soll. Somit können Anleger nur noch bis Ende dieses Jahres bei der Finanzagentur gebührenfreie Schuldbuchkonten eröffnen. Das ist aber nur noch wenig attraktiv, denn Bundeswertpapiere werfen in den ersten beiden Jahren keine Zinsen ab. Außerdem waren die Papiere bislang deswegen so beliebt, weil Anleger bei einem steigenden Zinsniveau ihr Geld in neue Auflagen mit besseren Zinsen verlagern konnten. Da die Papiere ab dem kommenden Jahr nicht mehr ausgegeben werden, fällt dieser Vorteil weg.

Wie das Handelsblatt in seiner Onlineausgabe informiert, besteht zwar die Möglichkeit, noch bis April 2017 fünfjährige Bundesobligationen gebührenfrei zu kaufen und auf das bestehende Schuldbuchkonto zu übertragen. Dies gilt jedoch nur für bereits ausstehende Papiere, nicht für Neukäufe.

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