Brennpunkt: Goldpreis hat heute historische Talfahrt hingelegt

(Bild) Goldpreis auf historischer TalfahrtUnruhe auf den Märkten in West und Ost Anfang der Woche und nun ein drastischer Sturz des Goldpreises. Was eigentlich als krisenfeste Anlage gilt, verunsichert nun sogar Profis. Die Einbußen in den letzten Wochen sind inzwischen die höchsten seit 1920.

Am Mittwochmorgen lag der Goldpreis noch bei 1250,31 Dollar, nachdem er um 2,07 Prozent gerutscht war und somit den tiefsten Stand seit Herbst 2010 erreichte. Seit Beginn des Jahres hat der Goldpreis somit schon 22 Prozent verloren. Ein drastischer Wert, der einen bitteren Rekord innerhalb der letzten 90 Jahre markiert. Zuletzt mussten solche Verluste 1920 verkraftet werden.

Ursache und Wirkung des Preissturzes

Ursache für den einige Anleger sehr schockierenden Preisrutsch sind die positiven Nachrichten aus den USA. Dort läuft die Konjunkturmaschine wieder an, was auch den Dollar kräftigt. Die Amerikaner gewinnen wieder an Zuversicht und auch die dortigen Firmen investieren wieder. Im Zuge dessen hat die amerikanische Zentralbank angekündigt, die bislang in das Finanzsystem gepumpten Gelder bald drosseln zu können. Daraufhin kam es zu Hektik an den Märkten, welche auch den Goldpreis belastete. Man fürchtet sozusagen den kalten Entzug.

Selbst Finanzprofis sind unsicher

Das starke Zeichen der amerikanischen Notenbank, die Konjunkturspritze könne bald gezogen werden, veranlasste sogar profilierte Anleger dazu, börsennotierte Gold-Fonds abzutreten. Dies sind eben jene Fonds, die Vermögensplaner auch gerne Privatkunden empfehlen. Mit den abgetretenen Goldbeständen sank der Marktpreis weiter, da sich das Angebot erhöhte. Gestern lagen die Bestände des Gold-Fonds ETFs auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2011. Somit geht der Goldpreis bereits die 13. Woche in Folge zurück. Aufgrund eines solch starken Sogs, der sich wie ein Dominoeffekt entwickelte, müssen nun auch Profis verkaufen.

Keine Befürchtungen

Wer nicht selbst in Gold angelegt hat und somit unter dem Preissturz finanzielle Einbußen zu verkraften hat, der kann die aktuellen Entwicklungen am Goldmarkt jedoch positiv werten. Dazu muss man berücksichtigen, warum vor einigen Jahren Gold gekauft wurde. Einerseits, um Vermögen vor der Inflation zu schützen und andererseits um bei einem Zusammenbruch des Finanzmarktes über eine sichere Wertbank zu verfügen. Momentan scheint der Markt sich aber eher zu erholen, wenn auch auf turbulente Weise. Somit werden entsprechende Sicherheiten weniger wichtig erachtet und abgestoßen, was ebenfalls zum Sinkflug des Goldpreises beiträgt. Bereits für 2014 wird jedoch wieder ein steiler Anstieg erwartet, der auch Anleger glücklich machen wird, die jetzt tapfer genug sind, die Füße still zu halten. Sie sollten auf den Jo-Jo-Effekt vertrauen.

Das könnte Sie noch interessieren:

Tags: , , , , ,

Unsere Autoren

Kommentar schreiben

Service Line

  • Wir beraten Sie gerne persönlich
  • 0800 - 589 589 0