Einlagensicherung: Schutz vor Verlust des Sparvermögens

Wie sicher sind Geldanlagen?Angesichts der Finanzkrise der letzten Monate sind viele Sparer verunsichert. Für Bankkunden stellt sich die Frage, was mit dem Ersparten passiert, falls die Hausbank Insolvenz anmeldet. Einen wirksamen Schutz vor dem Verlust der Ersparnisse bieten gesetzliche und freiwillige Einlagensicherungssysteme.

Gesetzliche Vorgaben

Einlagensicherungssysteme sollen Kunden davor schützen, dass sie bei einer Insolvenz ihres Geldinstituts das angesparte Bankguthaben verlieren. Banken, die ihren Sitz in Deutschland haben, bieten aufgrund einer europäischen Richtlinie und des deutschen Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes Schutz für 100.000 Euro pro Bank und Anleger. Verheiratete, die ein gemeinsames Konto führen, sind mit 200.000 Euro pro Bank abgesichert.

Auch in den anderen EU-Staaten ist das Ersparte einheitlich bis 100.000 Euro abgesichert, außerdem gilt europaweit eine Rückzahlungsfrist von sieben bis maximal 20 Tagen im Fall einer Bankeninsolvenz. Diese Vorgaben gelten allerdings nicht für Kunden, deren Bank in Deutschland nur Niederlassungen betreibt, ihren Sitz jedoch in einem anderen Land außerhalb Europas hat.

Die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) gilt in Deutschland für Fest- und Tagesgeld, Sparbriefe und für Guthaben auf Girokonten. Zusätzlich sichert sie auch Guthaben auf Fremdwährungskonten ab, wenn diese auf Euro lauten.

Freiwillige Einlagensicherung

Zusätzlich zu dieser gesetzlichen Absicherung bietet auch der Bundesverband deutscher Banken (BdB) einen Einlagensicherungsfonds. Neben vielen deutschen Privatbanken finden sich einige ausländische Banken im BdB. Im freiwilligen Einlagensicherungsfonds sind Guthaben von Privatkunden, Unternehmen und öffentlichen Stellen gesichert. Der Schutz umfasst sowohl Sparbriefe und -bücher als auch Guthaben auf dem Girokonto und Termingeld. Eine feste Sicherungsgrenze schreibt der BdB allerdings nicht vor, vielmehr kann diese je nach Bankinstitut variieren. Zudem unterliegt die Sicherungsgrenze Schwankungen und kann sich abhängig vom Eigenkapital der Bank im Lauf der Zeit ändern.

Der Schutz des freiwilligen Einlagensicherungsfonds beginnt ab der Grenze, an der die gesetzliche Sicherung aufhört. Meldet ein Mitglied des BdB Insolvenz an, übernimmt der Einlagensicherungsfonds die Einlagenanteile, die über der gesetzlich vorgeschriebene Grenze von 100.000 Euro liegen, bis zu jeweiligen Sicherungsgrenze.

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