EZB-Leitzinssenkung: Folgen für Sparer

Folgen der EZB-Leitzinssenkung für AnlegerIn der vergangenen Woche hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf einen historischen Tiefstand gesenkt. Für die Banken wird das Geld in Europa dadurch immer billiger. Für Kleinanleger allerdings können negative Folgen drohen.

Seit heute können sich Geldinstitute bei der Notenbank Geld zu einem historisch niedrigen Zinssatz von nur noch 0,75 Prozent leihen. Dadurch sinken auch die Kosten der Banken für die Refinanzierung, doch Bankkunden profitieren laut Finanzexperten nicht davon.

Keine Vorteile für Bankkunden

Niedrigere Zinsen werden von den Geldinstituten meist erst später und auch nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben.Von günstigeren Krediten im Zuge der Senkung des Leitzinses dürfen Bankkunden derzeit also nicht träumen. Gleichzeitig werden jedoch die Zinsen für Sparprodukte nach einem solchen EZB-Vorgang relativ schnell gesenkt, wodurch die Spareinlagen für Kunden an Attraktivität verlieren.

Zinssenkungen bei kurzfristigen Spareinlagen?

Die rasche Zinssenkung auf Spareinlagen betrifft vor allem kurzfristiges Fest- und Tagesgeld. Da allerdings derzeit der Wettbewerb um Privatkunden stark angezogen hat, gehen Branchenexperten davon aus, dass die Zinsen zunächst weniger stark sinken werden. Die Banken können es sich derzeit nicht leisten, ihre Kunden zu verprellen und die Zinsen gegen Null sinken zu lassen. Langfristige Sparprodukte, darunter beispielsweise Hypotheken- und Baudarlehen, sind von der Leitzinssenkung indes nicht betroffen, da sie sich eher an der Entwicklung längerfristiger Anlagen orientieren.

Folgen für das Sparverhalten

Laut Branchenexperten hat der niedrige Leitzins Folgen für das Sparverhalten von Kleinanlegern. Wie Focus online berichtet, unterstrichen in diesem Zusammenhang Vertreter der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, dass das Geld von Anlegern immer mehr an Kaufkraft verliert. Laut dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Öffentlicher Banken in Deutschland, Hans Reckers, wird sich der Trend zur Flucht in Sachwerte wie etwa Immobilien noch verstärken.

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