Global Wealth Report: Sie sind reicher, als Sie denken

Bild Weltweiter ReichtumSieben gute Jahre hat die Weltbevölkerung hinter sich, geht es nach Allianz-SE-Chef Oliver Bäte. In dem am Mittwoch veröffentlichten Global Wealth Report zeigt sich vor allem eines: Das private Geldvermögen ist rasant gestiegen.

Seit der großen Finanzkrise vor sieben Jahren ist Privatvermögen weltweit um 61 Prozent gestiegen. So geht es aus dem aktuellen „Global Wealth Report“ hervor. Damit stieg das Geldvermögen fast doppelt so schnell wie die weltweite Wirtschaftsleistung.

Sieben fette Jahre für die Mittelklasse

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr: Die Autoren des Reports sehen die Politik der Notenbanken als grundlegend dafür an. Weil die Märkte jahrelang mit Geld überschwemmt wurden, sind demnach auch etwa die Immobilienpreise so hoch wie nie. Der neue Reichtum geht ebenfalls mit einem zunehmendem Ungleichgewicht in der Vermögensverteilung einher, allerdings nicht in einer Weise, wie sie in der Öffentlichkeit gerne beschrieben wird. Denn es ist nicht die Mittelschicht, die schrumpft. Sie ist die einzige Bevölkerungsgruppe, die in den vergangenen sieben Jahren zulegen konnte. Die anderen Vermögensklassen schrumpfen hingegen, ganz besonders die Oberklasse. Ihr werden nicht nur immer weniger Personen zugerechnet, diese verfügen auch über ein geringeres Netto-Geldvermögen. Die Erosion der Mitte, von der so häufig in den Medien zu lesen ist, konnte im aktuellen „Global Wealth Report“ nicht bestätigt werden. Nur die kleine Gruppe der Superreichen zeigt sich noch dynamischer als die Mittelklasse. Sie entfernt sich immer weiter vom Durchschnitt, weil ihr oft in Aktien angelegtes Vermögen sich aufgrund der Liquidität auf den Finanzmärkten stark vermehrt hat.

Reich und dennoch unzufrieden

So wie die Vermögensschere derzeit auseinander geht, ist es nicht verwunderlich, dass Bevölkerung immer unzufriedener wird. Das geht auch aus der Studie der Allianz hervor. Diese sieht die privaten Haushalte aber auch in der Verantwortung: Weil die Mehrzahl trotz niedriger und negativer Zinsen immer noch kurzfristige und höchstliquide Geldanlagen nutze, würde immer noch Geld aus den Kapitalmärkten abgezogen. Wer sein Geld demnach auf dem Girokonto oder als Tagesgeld parkt, statt es in Anleihen oder gar auf dem Aktienmarkt langfristig zu investieren, schwächt auch die Entwicklung des weltweiten Geldvermögens. Ebenso fehlt konservativen Sparern vor lauter Angst vor dem Risiko später das Geld im Alter, denn kurzfristige Geldanlagen bringen eben keine bis eine kleine Rendite. Im letzten Jahr habe sich durch das Verhalten vieler Sparer das private Geldwachstum bereits deutlich abgeschwächt, vor allem in Europa, den USA, aber auch Japan.

Profitable Geldanlagen

Während Tagesgeld und Festgeld weiter auf niedrigem Zinsniveau stagnieren, gibt es auf dem Aktienmarkt mit einer breit gestreuten Anlagestrategie immer noch Chancen auf gute Rendite. Für Einsteiger sind die sogenannten ETF (Exchange-Traded Funds) zu empfehlen, welche die Kursentwicklungen der Börsen exakt nachbilden. So können Geldsummen auch über längere Zeit investiert werden, ohne dass Anleger sich ständig um ihre Aktien kümmern müssen.

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