Gold: Das Edelmetall und seine Mythen

Gold und IrrtümerAktuell geht der Preis des Goldes wieder auf Talfahrt und die Spitze vom Herbst 2011 liegt mehr denn je in weiter Ferne. Den Anlegern hilft unterdessen womöglich ein Exkurs über weit verbreitete Mythen zum glänzenden Edelmetall. Und Einsteiger können die Gelegenheit nutzen, mit erstem Wissen die günstige Situation zu nutzen.

 Es gibt eine ganze Reihe von Vorurteilen, denen Privatanlegern blind vertrauen, sodass sie ein Investment mit Gold nicht in Betracht ziehen, obwohl es sich mitunter lohnen kann. Gegenargumente wie der zu hohe Goldpreis, fehlende Zinsen, das Spekulationsrisiko oder sogar Bedeutungsmangel gilt es zu überprüfen.

 Gold ist zu teuer

Das gelbe Edelmetall genießt eine große Popularität. Gold wird mit Reichtum, Schätzen und Luxus assoziiert. Hieraus mag die Meinung erwachsen, Gold sei teuer. Betrachtet man den Preis pro Gramm stimmt dies zwar zweifellos, doch bleibt der zu Gold umgesetzte Geldwert erhalten. Da mit der sukzessiven Inflation der Wert der Geldwährung jedoch fällt, steigt Gold im Wert, selbst wenn der Preis konstant bleiben würde. Gleichzeitig bedeutet dies, dass man langfristig mehr Geld einsetzen muss, um die physisch gleiche Menge Gold anzulegen. Real verdient man an Gold somit nicht. Zumindest nicht mehr, als die Inflation vom Barvermögen auffrisst. Darin liegt jedoch ein großer Vorteil der Wertanlage Gold: 1913 verlor der Dollar 95 Prozent seines Wertes, während sich der Goldpreis um das 50-fache erhöhte.

 Gold bringt keine Zinsen

 Das Argument, auf Gold erhält man keine Zinsen, ist korrekt. Dabei handelt es sich jedoch um ein Qualitätsmerkmal. Während Geldanlagen mittels Zinsvergütung gegen die Inflation teilweise konserviert werden, ist dies bei Gold nicht nötig, da es ein äußerst verlässliches und konstantes Zahlungsmittel ist. Ein Vorteil der sich daran anschließt ist das Ausbleiben von Steuern, da keine Zinszahlungen als Einkommen anfallen.

 Der Goldpreis unterliegt purer Spekulation

 Spekulativ ist der Goldpreis keinesfalls. Öl, andere Metalle und Rohstoffe, ja selbst Aktien weisen stärkere Schwankungen auf, als der Goldpreis. Zwischenzeitlich gibt es zwar rasante Berg- und Talfahrten, doch langfristig betrachtet ist Gold eine sichere Absicherung gegen Inflation und andere Wertverluste. Der Goldpreis ist im Gegensatz zu andere Anlagen an keine Verbindlichkeiten oder Börsenversprechen geknüpft und kann im Ernstfall nicht tiefer fallen, als auf die Höhe der Gesamtkosten der weltweiten Goldproduktion.

Gold rangiert in der Bedeutungslosigkeit

Auch der Einwand, Gold wäre für Investitionen bedeutungslos geworden, ist nicht belegbar. Immerhin lagern in allen großen Banken enorme Reserven des Edelmetalls. Gold ist die einzige Währung, welche die Wirrungen der Geschichte bislang überlebte. Zudem ist es weltweit anerkannt, kaum zerstörbar sowie leicht aufzuteilen. Kurz gesagt: Gold ist eine Universalwährung. Diese Eigenschaft macht es einzigartig. Wer sein Kapital vor Wertverlust schützen möchte, legt es weiterhin in Gold an.

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