Im Trend: grüne Geldanlagen

Grüne Geldanlagen sind im Trend.Ökologische Geldanlagen sind im Trend, denn sie bieten eine gute Rendite und besänftigen noch dazu das Gewissen. Doch nicht alle grünen Geldanlagen sind seriös, in dem Bereich tummeln sich auch einige dubiose Unternehmen, die zu hohe Renditen mit nachhaltigen Anlagemöglichkeiten wie Wind oder Wäldern versprechen.

Das Geschäft mit nachhaltigen Geldanlagen boomt, denn Anleger können scheinbar mit gutem Gewissen Geld verdienen, ohne dabei ein Risiko einzugehen. Doch Anleger sollten genau hinschauen, bei wem und für was sie ihr Geld anlegen. Spiegel Online hat aus diesem Grund kürzlich die grüne Geldanlageprodukte etwas näher beleuchtet und mithilfe von Experten Tipps für Anleger zusammengestellt.

Anlagekapital für umweltfreundliche Produkte

Max Deml, Experte für ökologische Geldanlagen, schätzt laut Spiegel, dass nur etwa zwei bis vier Prozent der Deutschen bislang in nachhaltige Geldanlagen investieren, obwohl 70 Prozent dies gern tun würden. Da die Zahl der Anlagemöglichkeiten im Ökosektor stark zugenommen hat, fällt die Auswahl einer geeigneten Anlage schwer. Laut Deml gilt eine Anlage als nachhaltig, wenn die Investition der Anleger direkt für die Finanzierung umweltfreundlicher Produkte, Dienstleistungen oder Technologien verwendet wird. Eine Firma, die diese Kriterien erfüllt, ist beispielsweise der Windkraftanlagenbauer Prokon.

Vorsicht bei Anlagen in Tropenwälder

Vergleichsweise risikobehaftet sieht Deml die derzeit besonders stark angepriesenen Anlagen in Holz, Bäume und Plantagen. Die Anbieter solcher Wald-Anlageprodukte pflanzen vom Geld der Anleger Bäume in tropischen Gefilden und verkaufen nach 20 bis 25 Jahren das Holz. Die Rendite soll bei bis zu 25 Prozent pro Jahr liegen. Doch laut Deml existieren 75 Prozent der Unternehmen nach 20 Jahren nicht mehr, weil das Betreiben der Plantagen mit vielen Problemen verbunden ist: Brände, Schädlinge und schlechtes Wetter behindern das Wachstum der Bäume und können die Unternehmen in die Insolvenz treiben.

Tipps für das grüne Investment

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat einige Empfehlungen zusammengestellt, damit Anleger das grüne Investment mit realistischen Erwartungen angehen. Zunächst sollten Anleger immer die Vertragsbedingungen genau lesen, denn vermeintlich renditenstarke Anlagen können durch zahlreiche Sonderzahlungen enttäuschend ausfallen. Zudem sollten Investoren nicht in Produkte oder Unternehmen investieren, die ganz neu auf dem Markt sind. Auch bei einer besonders aggressiven Werbung sollten die Alarmglocken läuten. Anleger sollten stets Fragen stellen und skeptisch sein. Darüber hinaus empfiehlt die Verbraucherzentrale Hamburg Investoren, lange Laufzeiten von vornherein einzukalkulieren und auch damit zu rechnen, dass das Anlagekapital bei einer Pleite des Anbieters verloren ist. Zudem sollten Anleger darauf achten, dass unsichere Geldanlagen in Windenergieanlagen oder Tropenholz nicht mehr als zehn Prozent des Portfolios ausmachen.

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