Mann vs. Frau: Wer legt sein Geld besser an?

(foto) Mann vs. Frau - Wer hat bei der Geldanlage mehr Kraft?Das Kräftemessen zwischen Mann und Frau ist in der heutigen Zeit gang und gäbe. Ständig kommt die Frage auf, welches Geschlecht was besser kann als das jeweils andere. Eine aktuelle Studie folgte diesem Trend und untersuchte, wer in puncto Geldanlage die Nase vorn hat – mit einem überraschenden Ergebnis.

Frauen können besser zuhören, sie sorgen mehr fürs Alter vor und sie sind zudem die besseren Anleger, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der ING-Diba hervorgeht. Demnach erzielen weibliche Anleger mehr Rendite an der Börse als ihre männlichen Pendants.

Gebt den Frauen das Kommando?

Für ihre Untersuchung wertete die ING-Diba insgesamt 584.000 Privatkundendepots im Zeitraum von August 2014 bis August 2015 aus. Das Ergebnis zeigt, dass Frauen in dieser Phase mit durchschnittlich etwa 5,8 Prozent Rendite erfolgreicher Geld anlegten als Männer, die lediglich einen Wert von 4,1 Prozentpunkten erreichten. Zum Vergleich: Im Gesamtdurchschnitt erwirtschafteten die berücksichtigten Depots eine 4,83 prozentige Rendite.
Wie es zu diesem Unterschied kommt, lässt sich vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nicht erklären. Vielmehr äußerte ein Sprecher der ING-Diba die Vermutung, dass weibliche Anleger ihre Geldanlage eventuell breiter streuten und zudem langfristig investierten.

Geldanlage: Senioren und Minderjährige am erfolgreichsten

Die Studie offenbart allerdings nicht nur die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, denn die ING-Diba hat auch hinsichtlich des Alters der Anleger verglichen. Demnach waren Minderjährige und Senioren mit einer durchschnittlichen Rendite von 5,8 beziehungsweise 6,5 Prozent mit ihrer Geldanlage am erfolgreichsten. Demgegenüber betrug das Plus der Investoren zwischen 26 und 35 Jahren lediglich 2,9 Prozent.

Sind Frauen tatsächlich die besseren Anleger?

Die Ergebnisse der Studie, über die unter anderem auch bei Spiegel Online berichtet wurde, haben für reichlich Diskussionspotential gesorgt. Während einige Leser des Onlinenachrichtenmagazins die Reliabilität dieser wissenschaftlichen Erhebung aufgrund des kurzen Referenzzeitraums von einem Jahr kritisierten, versuchten sich andere an einer Erklärung. So ist ein Leser der Meinung, dass das Ergebnis statistisch begründbar ist. Schließlich seien deutlich weniger Frauen im Börsengeschäft tätig als Männer. Zudem verfügten die wenigen weiblichen Anleger häufig über langjährige Erfahrungen und kannten die Geheimtipps rund um Fonds, Aktien & Co. Nichtsdestotrotz wurde auch eingeräumt, dass Frauen zumeist nicht so risikofreudig agierten wie Männer und dass sie sich weniger von kurzen Trends mitreißen ließen.

Fazit: Für eine wissenschaftliche Studie ist der Zeitraum tatsächlich etwas schmal und eindeutige Schlüsse lassen sich hieraus kaum ziehen. Wer als Mann dieser Untersuchung allerdings Glauben schenken möchte, der kann getrost seiner Frau in Zukunft die Geldanlagen an die Hand geben.

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