Neue Geldanlage: Ist Bernstein eine Alternative zu Gold?

Bild Gold vs. BernsteinGold wird als Geldanlage zunehmend unrentabel und auch in der Gunst der Anleger sinkt das Edelmetall immer weiter. Gute Anlagealternativen gibt es allerdings derzeit kaum – oder doch? Wie wäre es denn mit Bernstein? Der liegt aktuell voll im Trend, doch lohnt sich der Schmuckstein als Geldanlage?

Anleger haben es schon seit längerer Zeit nicht leicht: Stets und ständig sind sie auf der Suche nach einer rentablen Geldanlage. Tagesgeld und Festgeld bringen kaum mehr Zinsen, beim Girokonto sind diese vielerorts sogar schon in den negativen Bereich abgerutscht und auch das Gold, welches lange Zeit als sicherer Hafen und Anlageklasse mit dem größten Renditepotential galt, hat diesen Status längst eingebüßt. Anscheinend wird es langsam Zeit, in puncto Geldanlage alternative Wege einzuschlagen. Warum also nicht etwa in Schmucksteine wie Bernstein investieren?

Geldanlage: Anleger kehren Gold den Rücken

Das Edelmetall Gold verliert bei Anlegern immer mehr an Attraktivität. Was wohl viele Experten der Anlagebranche schon lange vermuten, wird nun durch eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Edelmetall- und Münzhandelshauses Pro Aurum bestätigt. So hat die Umfrage ergeben, dass der Zuspruch für Gold unter Investoren im Vergleich zum vergangenen Jahr von 30 auf 27 Prozent gesunken ist. Zudem sehen 27 Prozent der Anleger in Aktien ein höheres Renditepotential, im Vorjahr waren es noch 23 Prozent. Hingegen wagten rund 29 Prozent der Bürger keinerlei Einschätzung darüber, welche Anlageklasse längerfristig die meiste Rendite bietet. Der Geschäftsführer von Pro Aurum, Robert Hartmann, sieht darin den Beweis, dass aktuell ein Anlagennotstand herrscht. Anleihen funktionierten nicht, weil es keine Zinsen mehr gäbe und die erhöhte Nachfrage auf dem Aktienmarkt sei lediglich darauf zurückzuführen, dass Anleger den Notenbanken nach wie vor großes Vertrauen entgegenbrächten und erwarteten, dass die EZB weiterhin auf die Vermeidung eines Aktiencrashs hinarbeite.

Über den Tellerrand schauen: Bernstein als Geldanlage

Ob tatsächlich ein Anlagennotstand herrscht, darüber lässt sich sicherlich streiten. Immerhin gibt es noch immer viele Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen. Ob Oltimer, Modellautos oder gar Whiskey als Geldanlage – die Alternativen sind schier endlos, sofern Anleger gewillt sind, etwas weiter über den Tellerrand zu schauen.
So ist beispielsweise tatsächlich Bernstein in Sachen Geldanlage ein wahrer Geheimtipp. Denn seit einigen Jahren gibt es einen regelrechten Bernsteinboom. So sind die Preise für Bernstein im Zeitraum von fünf Jahren um bis zu 800 Prozent angestiegen. Ganz gewöhnlicher Bernstein kostet derzeit etwa 18 Euro je Gramm, sind die Schmucksteine hingegen noch hochwertiger oder mit seltenen Färbungen versehen, können die Preise in schwindelerregende Höhen steigen. Weißer Bernstein etwa wird pro Gramm schon für 2.000 Euro und mehr gehandelt.

Woher kommt der Bernsteinboom?

Dass Bernstein derart im Kurs gestiegen ist, hat er letztlich den Chinesen zu verdanken. Diese haben den Schmuckstein nämlich vor einiger Zeit wiederentdeckt, wobei für die Chinesen mehrere Faktoren eine Rolle spielen. So wird dem Bernstein zum einen nachgesagt, er habe eine heilende Wirkung. Zum anderen zählt der Bernstein im Buddhismus zu den sieben Steinen, die Glück verheißen. Im Rang steht der Schmuckstein nach Jade, dessen Vorkommen so gut wie aufgebraucht sind. Bernstein ist folglich das beste, was gegenwärtig und zukünftig zu haben ist, weshalb es sich für Anleger lohnen kann, ebenfalls auf diesen Anlagenzug aufzuspringen.

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