Sechs Monate mit einer Million Euro – Teil 2

(Bild) GeldanlageNach einem halben Jahr Geldanlage, sieht es aktuell düster aus. Wer – rein hypothetisch – eine Million Euro investierte, muss mächtiges Glück gehabt haben, wenn davon noch annähernd alles enthalten ist. 20 Prozent des Kapitals wurden durchschnittlich eingebüßt, wie im ersten Bericht verdeutlicht wurde. Doch welche Anlagen blieben noch, um Gewinne zu erzielen und was ist mit dem Sparbuch und dem Tagesgeld?

Ein simples Rechenbeispiel zur Verdeutlichung der Marktentwicklung erschreckt derzeit Anleger. Nicht nur Profis sind davon betroffen, sondern vor allem um Privatanleger ist es tragisch. Viele hoffen durch die Investition in Fonds, ihre private Rente für die Zukunft zu sichern. Wer aber beispielsweise in Gold investierte, hat 37,5 Prozent seiner Ersparnisse verloren. Bei Silber sieht es noch schlechter aus. Auch andere, eigentlich bewährte Anlagen sind oder waren auf Talfahrt, sodass ebenso die Fonds ins Negative schlugen. Und das bei ohnehin schon 1,8 Prozent Inflation!

Diese Anlagen blieben stark

Die Nachwehen der europäischen Finanzkrise sowie der geringe Leitzins, Unruhen am Markt in den USA und China – das seien die Gründe für die hohen Verluste, so Experten. Man könne in der Krise jedoch umso besser die Stärken anderer Anlagen erkennen, sagen sie. Welche Anlagen konnten den wirtschaftlichen und politischen Ereignissen trotzen?

Das günstige Sparbuch

Der Klassiker aller privaten Sparer schaffte es in den letzten sechs Monaten leider nicht, die Inflationsrate auszugleichen. Aus 100.000 Euro wurden nach Zahlen zwar 100.032, doch die Kaufkraft dessen liegt lediglich noch bei 98.232.

Das beliebte Tagesgeld

Selbst das zur Zeit beliebte Tagegeld, das sich sonst auch für kurzfristige und dennoch ergiebige Anlagen eignet, erwirtschaftete zwar 930 Euro, liegt damit jedoch ebenfalls noch knapp im roten Bereich. Man kann sich jedoch glücklich schätzen, blickt man auf die Verluste anderer Anlagen.

Aktien und internationale Staatsanleihen

Tatsächlich Gewinn konnten Anleger aber mit Deutschen Aktien machen, die im ersten Halbjahr insgesamt auf sehr gutem Kurs lagen. Momentan wieder abgestürzt, brachten sie es bis Ende Juni theoretisch auf 4.360 Euro, bei einer Anlage von 100.000,-. Auch die Spanischen Staatsanleihen liefen nicht schlecht und konnten sich mit den Deutschen Aktien messen. Die Geldanlage brachte 4.910 Euro ein. Irische Staatsanleihen sogar 5.100 und Irische Aktien 115.140. Den größten Gewinn hätten mit über 50 Prozent Venezolanische Aktien ausgeschüttet – wenn dieser kleine Markt liquide genug wäre.

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