Sechs Monate mit einer Million Euro

(Bild) Anlage verliert GeldAktien, Gold, Silber und Investments – Die Hälfte des Jahres ist vorüber und die Finanzmärkte bleiben unruhig, der Leitzins zu niedrig. Auch wer eine Geldanlage hat, wird eine bittere Bilanz ziehen. Geld.de rechnet vor, wie sich in sechs Monaten eine Million Euro trotz bester Investmentstrategie aufgelöst haben. Im Schnitt wurden 20 Prozent des Kapitals eingebüßt.

Unfassbarer Verlust mit Silber

Silber gilt allgemein als eine langfristig sichere Anlage, wird der Anlageberater empfohlen haben. Das tragische daran ist, dass der Tipp in Ordnung ist, aber man damit zuletzt dennoch falsch lag. Die sonst gute Anlage zeigte sich in den letzten sechs Monaten als ein Geldvernichter. Aus 100.000 Euro in Silber zum 1. Januar bleiben aktuell noch 62.510 Euro, berichtet die Zeitung das Handelsblatt. Es bräuchte ein stolzes Einkommen von 6.250 Euro monatlich nach allen Ausgaben, um diesen Verlust auf Null zu kompensieren.
Grund für die drastischen Einbußen sind schlechte Konjunkturnachrichten aus China sowie der fallende Goldpreis – Geld.de berichtete.

Brasilianische Aktien leiden unter der Politik

Vor allem erfahrene Anleger haben 2013 auf brasilianische Aktien gesetzt, steht doch die Fußball-WM sowie Olympia an. Die Vorbereitungen zu den Megaevents laufen bereits, verärgern jedoch die Bevölkerung. Zu hohe Kosten werden in Kauf genommen, kritisiert man. Zugleich verteuern sich der Nahverkehr und die Lebensmittelpreise stiegen um satte 13 Prozent. Das Dilemma zeigt sich letztlich am stagnierenden Wirtschaftswachstum, das lediglich 0,6 Punkte zulegte. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in brasilianische Aktien investierte, der hat mehr als jeden vierten Euro verloren. Es bleiben aktuell noch 73.320.

Gold gilt sonst als sicher

Wie das Silber hat auch Gold eine historische Talfahrt hinter sich, wobei ein Ende noch nicht in Aussicht ist. Seit 1920 war der Goldpreis nicht mehr so tief, wie aktuell. Von 100.000 Euro bleiben noch 74.490.

Namibische Aktien

Eng an das Gold gekoppelt sind beispielsweise namibische Aktien. Ein Fünftel der Wirtschaftskraft beruht auf dem Bergbau, der unter anderem Diamanten, Gold und Kupfer fördert. Die Weltwirtschaft belastet das vergleichsweise noch relativ reiche Land ebenfalls stark. Von 100.000 Euro verbleiben 75.850.

Russische Aktien

Auch mit russischen Aktien wäre es nicht viel besser gelaufen. Der größte Energieproduzent der Welt hat wenig Sicherheiten bei hoher politischer Unstetigkeit. Am Micex investiert, bleiben von dem Zehntel der Million noch 83.690 Euro.

Kupfer und chinesische Aktien

Ein weiteres Desaster für das Investment in Rohstoffe stellt der Kupferpreis dar. Da China als größter Interessent am Kupfer momentan taumelt, geht es auch hier bergab. Es verbleiben 85.940 Euro. Der chinesische Aktienmarkt selbst spiegelt dementsprechend das gleiche Bild. Ein Investment in Shanghhai Composite führt zu einer Kapitalminderung auf 88.730 Euro.

Weizen

Wer statt auf Metalle auf Lebensmittel baut, wird darunter auf Weizen setzen, so wie es auch viele Fonds tun. Immerhin sind Lebensmittel immer gefragt und ihr Absatz lässt sich relativ gut prognostizieren. Doch auch hier lauerte der Pleitegeier, denn 12.850 Euro gingen verloren.

Deutsche sowie US-Staatsanleihen

Auch Staatsanleihen gelten als Lokomotive unter den Anlageformen, doch mit deutschen fuhr man im letzten halben Jahr Verluste ein. Da der Leitzins der Europäischen Zentralbank so gering gehalten wird, knabbert die Inflation am Geld auf der hohen Kante. Knapp 2.000 Euro Verlust bei einer der Top-Anlagen überhaupt sind ebenfalls bitter. Letztlich noch ein hoffnungsvoller Blick auf die USA, woher zuletzt ja positive Wirtschaftsmeldungen kamen. Experten sprechen zwar von einer Zeitenwende für den gebeutelten US-Markt, doch die Zeit ist noch zu jung. Seit Januar bis heute bleibt aktuell noch ein Verlust. 98.540 Euro sind in diesem Fall übrig.

In Kürze fasst Geld.de zusammen, welche Anlagen im letzten halben Jahr zulegen konnten.

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