So riskant ist die Geldanlage Bitcoin

(foto) Bitcoins: Die Risiken der digitalen WeltEs klingt wie aus einem typischen Hollywood-Film: Von einem Tag auf den anderen verschwindet die Börse für Bitcoins in Hongkong und keiner weiß warum. Vielleicht war es ein erneuter Hackerangriff oder Betrug aus den eigenen Reihen! Dies schreit doch geradezu nach einem Helden, der Licht ins Dunkel bringt. Aber genug von Hollywood, denn für die 3.000 Bitcoin – Anleger bedeutet dies alles andere als eine nette Fiktion. Denn die Bitcoin – Börse MyCoin nimmt etwa 342 Millionen Euro mit ins Nirgendwo.

Wiederum zeigt sich, wie riskant die Geldanlage Bitcoin wirklich ist. So müssen Anleger, die ihr Geld an der Hongkonger Börse MyCoin in Bitcoins investiert haben, wohl damit rechnen, dass sie dieses nie wieder sehen. Zwar gab es bereits vereinzelt Hinweise auf einen Betrug, jedoch sind den örtlichen Behörden hierbei die Hände gebunden. Das ist eben die Krux an den Bitcoins.

Bitcoins als Währung der Zukunft

Bitcoins sind noch gar nicht so alt, zum ersten Mal trat die virtuelle Währung Bitcoin nämlich im Jahr 2009 in Erscheinung. Sie wurde damals von einem unbekannten Programmierer geschaffen, welcher eine Währung losgelöst von Zentralbanken, Staaten sowie anderen Finanzinstitutionen wollte. Bitcoins galten stets als die Internetwährung der Zukunft und als Geheimtipp für die Geldanlage. Doch dass der Bitcoin durchaus seine Risiken hat, war und ist allgemein bekannt. Der Berechnung dieses virtuellen Geldes liegt ein sehr komplexes Verfahren zugrunde und der Wechselkurs zur echten Währung unterliegt starken Schwankungen. Während der Bitcoin beispielsweise im Jahr 2013 über 1.200 US-Dollar kostete, war er im letzten Monat gerade noch 285 Dollar wert.

Bitcoins werden nicht reguliert

Was Bitcoins in den Augen vieler so attraktiv macht, ist natürlich die Tatsache, dass dieses virtuelle Geld völlig unabhängig von regulierenden Institutionen existiert. So können Nutzer mit etwas Glück innerhalb kürzester Zeit bis zu 300 Prozent Gewinn machen. Aber genau hierin liegt das Risiko der Bitcoins, denn bei einer virtuellen Währung sind deren Anleger vor Problemen oder Betrug nicht geschützt. Wem also das Quäntchen Glück fehlt, der kann mit Bitcoins auch richtig viel Geld verlieren.

Vertrauen in Bitcoins schwindet

Das Verschwinden der Hongkonger Bitcoin – Börse ist nicht der erste Schlag, den das virtuelle Geld hinnehmen muss. Bereits zu Beginn des Jahres 2014 ging einer der wichtigsten und ältesten Handelsplätze für Bitcoins – MtGox – pleite. Nach eigenen Angaben des Unternehmens verlor MtGox damals durch einen Hackerangriff Bitcoins im Wert von mehreren hundert Millionen Euro. Dieser Vorfall ließ das Vertrauen in den Bitcoin schwinden. In Anbetracht der neuesten Ereignisse scheint es wirklich fraglich, ob sich Bitcoins als Internetwährung noch weiter halten können.

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