Sparen mit kleinem Budget: So wird aus wenig Geld mehr

Bild Mit wenig Budget erfolgreich sparen„Sparen lohnt sich nicht!“, das ist die gegenwärtige Devise vieler Bankkunden. Niedrige Zinsen und kaum Rendite schrecken Verbraucher davon ab, überhaupt noch Geld zurückzulegen. Aber auch wer nur wenig zur Verfügung hat, kann beim Sparen noch etwas Herausholen.

Während Anleger mit größeren Sparsummen vielleicht nur die Anlageform wechseln, oder gleich in Betongold investieren, fragen sich Sparer mit kleinem Budget, ob sich der Vermögensaufbau für sie noch lohnt. Klar ist: Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase müssen Sparer Geduld und Ausdauer haben. Dabei geht es nicht nur darum, Geld beiseite zu legen. Auch mit dem Vermeiden von unnötigen Ausgaben kann man bereits sparen. Wer einige Punkte beachtet, kann auch bei kleinem Geldbeutel etwas ansparen.

Das Sparziel: Einen Wunsch festlegen

Sparen ohne ein klares Ziel macht nicht nur weniger Spaß, es ist auch oft nicht so effizient. Denn ohne einen festlegten Wunsch, der auch die Sparsumme vorgibt, geraten Sparer allzu leicht in Versuchung, ihr Geld doch andernorts auszugeben. Ob es ein neuer Fernseher, eine Urlaubsreise oder gar ein Auto werden soll – mit einem festen Sparziel vor Augen sind Dauer und Aufwand beim Sparen absehbar und motivieren zum Durchhalten.

Die Disziplin: Mit Tricks am Ball bleiben

Es ist nicht einfach , sich zum regelmäßigen Sparen zu disziplinieren, gerade wenn nur wenig Geld monatlich auf dem Konto eingeht. Bevor Lohn und Gehalt für andere Dinge ausgegeben werden, sollte ein regelmäßiger Sparbetrag – und wenn es nur eine kleine Summe ist – per Dauerauftrag auf ein separates Sparkonto oder Tagesgeldkonto überwiesen werden. Am besten datiert man den Auftrag auf einen Termin kurz nach Gehaltseingang. Wer zusätzliche Motivation braucht, um den Dauerauftrag nicht regelmäßig auszusetzen, kann sich auch das Datum im heimischen Kalender oder im Smartphone vermerken und die bereits angesparte Summe notieren. So haben Sparer den aktuellen Stand immer direkt vor Augen und werden an das Sparziel erinnert.

Die Flexibilität: Nicht zu sehr festlegen

Genau wie bei Anlegern mit größerer Sparsumme, bietet es sich auch für Kleinsparer an, sich nicht auf mehrere Jahre an einen festen Sparplan zu binden. Maximal drei Jahre halten Finanzexperten für sinnvoll. Wenn dann die Zinsen wieder steigen, profitieren Sparer, wenn sie ihre Anlageform flexibel wechseln können. Aber auch wer sich bereits auf längere Zeit festgelegt hat, kann den Vertrag vorzeitig künden. Dann werden für Sparer meist zusätzliche Gebühren fällig.

Die Anlagesumme: Realistisch bleiben

So schnell wie möglich viel Geld ansparen, das wollen wohl die meisten Anleger. Gerade Sparer mit kleinem Budget sollten jedoch realistisch bleiben, was die monatliche Sparsumme angeht. Verlangt die Bank eine bestimmte Mindestsumme als Anlage, kann es sinnvoll sein, die auf mehrere Monate zu verteilen. Ein vierteljährlicher Sparplan mit einer Anlagesumme von 100 Euro wäre eine solche Möglichkeit. Grundsätzlich bieten die meisten Banken Anlageprodukte ab einer Sparrate von 25 Euro pro Monat an. Sparer sollten ihre eigenen Einkünfte und Ausgaben nicht innerlich schön rechnen, um dann zu merken, dass sie die gewünschte Sparsumme nicht jeden Monat zusammenkratzen können. Das erspart Frust und Ärger beim Sparen.

Der Vergleich: Auf die kleinen Unterschiede achten

Gerade weil die Zinsen aktuell so niedrig sind, lohnt sich der Vergleich der Geldanlagen besonders. Schon geringe Zinsunterschiede können am Ende des Sparplans deutliche Vorteile bringen. Je nach Anlagehorizont und monatlicher Sparrate sind hier Mehreinnahmen von etlichen hundert Euro möglich.

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