Tagesgeld: Vorsicht beim Staffelzins

(foto) Anleger sollten beim Tagesgeld genau rechnenDie Suche nach einem lukrativen Tagesgeldkonto kann ganz schön aufwendig sein. Denn wer mit dem Tagesgeld wirklich etwas Rendite erwirtschaften möchte, sollte nicht nur auf die Zinsen schauen. Viel wichtiger ist es nämlich zu wissen, wie lange und für welche Anlagesummen diese Tagesgeld – Zinsen gelten.

Viele Anleger lassen sich gern von Topzinsen für Tagesgeld, Festgeld und Co. blenden und wundern sich dann nicht selten, dass ihr Ertrag so gering ist. Das könnte daran liegen, dass sie auf der Suche nach einem Tagesgeldkonto nicht auf alle wichtigen Konditionen der Bank achten. Denn häufig schmälert der sogenannte Staffelzins die Erträge aus dem Tagesgeld.

Tagesgeld: Hohe Zinsen bei hohen Anlagebeträgen

Nicht selten gibt es den Fall, dass eine Bank ihren lukrativen Zinssatz erst ab einer bestimmten Anlagesumme zahlt. Für darunter liegende Anlagebeträge werden dann jedoch erheblich geringere Zinsen gewährt. Wer als Sparer nicht richtig hinschaut, verliert hierbei schlicht und ergreifend Geld.
Wenn beispielsweise eine Bank aufs Tagesgeld 0,1 Prozent Zinsen bis zu einer Anlagesumme von 4.999,99 Euro zahlt und darüber hinaus 0,5 Prozent Zinsen bietet, dann erzielt ein Anleger mit 4.900 Euro einen Jahresertrag von 4,90 Euro. Packt er hingegen 100 Euro mehr auf sein Tagesgeldkonto, sind es immerhin schon 25 Euro. Aus diesem Grund sollten Sparer beim Tagesgeld unbedingt die Anlagehöhe im Blick haben, da sie ansonsten unnötig Zinsen verschenken.

Staffelzins kann beim Tagesgeld auch fallen

Die genau entgegengesetzte Situation kann ebenfalls eintreten, nämlich dann, wenn eine Bank ihren Tagesgeld – Topzins nur bis zu einem bestimmten Anlagebetrag anbietet. Summen, die darüber liegen, sind dann häufig merklich schlechter verzinst. Mit dem Top-Zinsangebot will die Bank vor allem Neukunden anlocken. Doch andererseits kostet es der Bank zu viel Geld, wenn hohe Anlagesummen so hoch verzinst werden. Deshalb sinken die Zinsen aufs Tagesgeld mit steigender Einlagenhöhe.
Auch hier wieder ein Beispiel: Für das Tagesgeld zahlt eine Bank bis 10.000 Euro 0,25 Prozent Zinsen und für Beträge, die drüber hinaus gehen, nur noch 0,10 Prozentpunkte. Wer 20.000 Euro anlegt, bekommt im Jahr 35 Euro Rendite, wobei ohne Absenkung 50 Euro möglich gewesen wären.

Oftmals passiert es, dass bei ein und demselben Tagesgeldkonto sowohl ein steigender als auch ein fallender Staffelzins zu finden ist. Sparer sollten also genau hinschauen, bevor sie bei einem Tagesgeld -Angebot zuschlagen.

Zinsgarantie beim Tagesgeld beachten

Top-Zins-Angebote fürs Tagesgeld sind in der Regel auch zeitlich begrenzt und nach vier oder sechs Monaten – je nach Bank – sinken die Zinsen wieder auf generelle Zinsniveau ab. Bei kurzfristigen Anlagezeiträumen ergibt sich hierbei kaum ein Problem. Allerdings sind hierbei Anleger im Nachteil, die ihr Geld gern länger in Tagesgeld investieren möchten.

Fazit: Wer auf das Tagesgeld setzt, sollte sich unbedingt vorher eingehend informieren und verschiedene Tagesgeld -Angebote vergleichen. Denn wer hier die falsche Entscheidung trifft, der wird sich früher oder später sehr darüber ärgern. Wer sich bereits ärgert, für den kann sich auch ein Wechsel beim Tagesgeld lohnen.

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