Umfrage: Die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen

(foto) Geldanlagen: Aktien und Fonds werden immer beliebterWie viel Geld hat ein Bankkunde nach sechs Monaten, wenn er 10.000 Euro auf dem Sparbuch hortet? Das kommt auf die Bank an, jedoch sind es im Durchschnitt gerade einmal etwa 10.008 Euro. Es bedarf also nun wirklich keines Experten, um zu erkennen, dass die herkömmlichen Formen der Geldanlage in puncto Rendite kaum mehr der Rede wert sind. Langsam aber sicher begreifen das auch die Deutschen, wie aus einer aktuellen Umfrage zu den beliebtesten Geldanlagen hervorgeht.

In Anbetracht unterirdischer Zinssätze kann man den Rechenschieber getrost beiseite lassen und braucht den Dreisatz gar nicht erst zu reaktivieren. Die Rendite ist entsprechend der Zinsen genauso unterirdisch. Deshalb scheint wohl bei den deutschen Sparern ein Umdenken stattgefunden zu haben. So hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e. V. (Gfk-Verein) ergeben, dass die Bereitschaft der Verbraucher zu etwas riskanteren Formen der Geldanlage scheinbar größer wird.

Umfrage Geldanlagen: Festgeld und Sparbuch unattraktiv

In den letzten vier Jahren hat sich so einiges verändert. Der Leitzins fiel von einem Rekordtief zum nächsten und die deutschen Sparer schauen immer tiefer in die Röhre. Doch so langsam macht sich ein Umdenken in der Bevölkerung bemerkbar, wie der Gfk-Verein in seinem Investmentbarometer feststellen konnte. Demnach haben das Festgeldkonto sowie das Sparbuch in den Augen der Anleger als Geldanlage ausgedient. Während im Jahr 2011 noch fast ein Viertel der Befragten das Sparbuch als lukrativ empfand, waren es laut der Umfrage zuletzt lediglich zehn Prozent. Ähnlich verhält es sich mit dem Festgeldkonto: In einer Umfrage zur Geldanlage 2011 hielt etwa jeder Dritte diese Form der Geldanlage für durchaus attraktiv. Zuletzt konnten das nur noch rund zehn Prozent der Befragten behaupten.

Umdenken zu Geldanlagen nicht im Verhalten erkennbar

Doch anscheinend besteht noch eine gewisse Diskrepanz zwischen dem, was die Deutschen sagen und dem, was sie dann auch tatsächlich machen. Denn während die Umfrage zwar zeigt, dass das Sparbuch kaum mehr überzeugt, horten laut Gfk-Verein derzeit noch immer 43 Prozent der Bundesbürger ihr Geld auf dem Sparbuch. Raimund Wildner, Geschäftsführer des Gfk-Vereins, begründet das Verhalten der Deutschen damit, dass die Finanzkrise in den Köpfen nach wie vor sehr präsent sei. Daher setzten diese lieber auf Sicherheit denn auf Erträge, so Wildner weiter. Nichtsdestotrotz zeige die Umfrage schon recht deutlich, dass risikolose Geldanlagen an Attraktivität verlieren, während Fonds und Aktien beliebter werden.

Umfrage: Das sind die derzeit beliebtesten Geldanlagen

Laut der Umfrage des Gfk-Vereins sind folgende Formen der Geldanlage die Top 5 der Deutschen:

  • Eigenheim: Etwa drei Viertel der Befragten bevorzugen ein Eigenheim als Geldanlage
  • Betriebliche Altersvorsorge: Rund 41 Prozent setzen auf die Altersvorsorge durch den Arbeitgeber.
  • Bausparvertrag: Als Geldanlage überzeugt der Bausparvertrag immerhin 36 Prozent der Befragten.
  • Gold: Fast ein Drittel sieht Gold als attraktive Geldanlage an.
  • Private Rentenversicherung: Etwa 28 Prozent vertrauen auf diese Form der Geldanlage.

Wer auf der Grundlage dieser Umfrage noch ein oder mehrere günstige Geldanlagen finden möchte, der kann auch getrost den GELD.de Geldanlagen – Vergleich zu Rate ziehen.

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