Urteil: Lehman-Opfer erhalten Entschädigung

Bild Urteil des OLG MünchenFür Geschädigte der Lehman Brothers, die ihre Zertifikate gekauft haben, nachdem sie von der MPC-Gruppe beraten wurden, gibt es neue Hoffnung: Das Oberlandesgericht München (OLG) bescheinigte der Unternehmensgruppe grobe Beratungs- und Prospektfehler. Damit bestehen bessere Chancen auf Schadensersatz.

Die Lehman-Pleite im September 2008 hatte für zahlreiche Anleger den totalen Wertverlust ihrer Anleihen zur Folge. Mit ihrer Klage errang eine Hausfrau vor dem OLG München nun einen wichtigen Sieg für viele Geschädigten. Sie hatte gegen die beratende MPC Münchmeyer Petersen Capital Austria AG und die vormals zum Unternehmen gehörende Bank Assentus auf Schadensersatz geklagt, nachdem ihre investierten 30 000 Euro durch die Pleite verloren gingen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die MPC vor allem in ihrer Broschüre grobe Fehlinformationen zur Lehman-Bank enthielt. Als Folge muss das Unternehmen der Klägerin nun den Anleihebetrag mit Zinsen zurückzahlen.

Auch anderen geprellten Anlegern der Lehman Brothers könnte das Urteil weiterhelfen, immerhin seien viele weitere Käufer mit einer Investitionssumme von 40 Millionen Euro betroffen, so der Rechtsanwalt der Hausfrau, Nikolaus Bömcke, gegenüber der Stiftung Warentest. Konkret handle es sich einerseits um „Fortrust 5“- und „Real Estate Garant“-Anleihen, die nach vorhergehender Beratung über die MPC-Gruppe erworben wurden.

Zunächst hat MPC jedoch Berufung gegen das Urteil eingelegt, die Entscheidung ist damit noch nicht rechtskräftig.

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