Vollkommen vernebelt: Hände weg von Kiffer-Aktien

Foto Cannabis-Aktien an der BörseFür die einen ein guter Gag, für die anderen eine echte Überlegung als Geldanlage an der Börse wert: Die Aktien der US-amerikanischen Cannabis-Firma Chuma Holdings werden derzeit massiv beworben.

Ist auch Ihnen kürzlich auch ein Newsletter für Cannabis-Aktien ins Postfach geflattert? Haben Sie vielleicht gleich zugeschlagen, oder zumindest überlegt, als Anleger an der Börse bei einer der neuen Marihuana-Firmen einzusteigen? Besser wenn nicht, denn die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) warnt jetzt konkret vor dem Kauf von Aktien der Firma Chuma Holdings Inc. als Geldanlage.

Werbung für Aktien: Verdacht auf Manipulation

Wie die Bonner Behörde bereits am Mittwoch erklärte, gebe es „Anhaltspunkte, dass im Rahmen der Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht werden“. Möglicherweise seien den künftigen Anlegern vor dem Kauf der Aktien auch bestimmte Interessenkonflikte verschwiegen worden. Die Bafin habe daher eine Untersuchung wegen Verdachts auf Marktmanipulation eingeleitet. Die Behörde empfiehlt zudem, die gemachten Angaben genau zu prüfen, bevor es zu Käufen der Marihuana-Aktien als Geldanlagen kommt.

Zweifelhafter Cannabis-Boom von Firmen und Aktien

Chuma Holdings ist nicht das einzige Cannabis-Unternehmen an der Börse, das im Fokus von Aufsichtsbehörden steht. Bereits 2014 hatte die US-Börsenaufsicht SEC vor dem Kauf bestimmter Aktien als Geldanlagen aus dem Geschäftsfeld gewarnt und einzelne verdächtige Firmen vom öffentlichen Handel ausgeschlossen. In den letzten Monaten hatte es in den USA einen regelrechten Kiffer-Boom gegeben: Mehr als 20 Bundesstaaten haben den Gebrauch von Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert und damit den Grundstein für zahlreiche Firmen-Neugründungen gelegt. Wie die nun ins Visier geratene Chuma Holdings bieten sie zumeist Dienstleistungen für legale Marihuana-Unternehmen an, etwa bei der Eröffnung von Coffe-Shops, oder der Suche nach Anbauflächen. Vermehrt gehen die Kiffer-Firmen jetzt auch an die Börse, wo ihr Erfolg jedoch auf sich warten lässt – nach kurzen Höhenflügen sind viele der Cannabis-Aktien wieder abgestürzt, so auch die Aktie von Chuma, die derzeit bei 0,245 Euro und damit knapp unter dem Eröffnungswert liegt.

Kiffer-Aktie auf dem Prüfstand

Wer sich dem Cannabis-Trend dennoch nicht entziehen will und sich für die Kiffer-Aktie interessiert, sollte die gemachten Angaben der börsennotierten Unternehmen genau überprüfen. Zudem sollten sich auch Erst-Anleger darüber im Klaren sein, dass der Wert einer Aktie immer Kursschwankungen unterliegt und von vielen Faktoren abhängig ist. Festzuhalten bleibt: Zu den krisensicheren Aktien gehören die Wertpapiere der neuen Marihuana-Firmen noch lange nicht.

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Eine Antwort zu “Vollkommen vernebelt: Hände weg von Kiffer-Aktien”

  1. Karen sagt:

    Also das die Warnung jetzt, am Tiefststand herauskommt find ich doch etwas komisch. Gerade jetzt kann man durchaus riskieren etwas in die Marijuana stocks zu investieren. Natürlich nur das, was man als Verlust verkraften kann. Man muss also damit rechnen, alles zu verlieren. Ich sehe es als besseres Lotto, wenn man es so sieht dann ist es ein guter Move, denk ich mal! guck dir doch mal Aktien wie etwa Hemp oder Entropia an! allesamt auf absolutem Tiefpunkt reicht ja wenn du irgendwann mal nen pump siehst und sie net Pleite gehen! :-)

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