Zinsportale: Darum sollten Sparer hier vorsichtig sein

(foto) Vorsicht bei Sparanlagen über das InternetAuf dem deutschen Finanzmarkt gibt es nur noch Mini-Zinsen so weit das Auge reicht. Sparer resignieren immer mehr und richten deshalb den Blick verstärkt auf Zinsportale im Internet. Allerdings sind einige Sparangebote mit Vorsicht zu genießen.

Bankkunden müssen sich schon seit längerer Zeit mit unterirdischen Zinsen zufrieden geben. Doch insbesondere für Zinsjäger halten Online – Zinsportale lukrative Angebote ausländischer Banken zu Festgeld und Co. bereit. Allerdings warnt die Stiftung Warentest davor, den Offerten blind zu vertrauen. Schließlich sind einige der aufgeführten Banken im Ausland weniger krisenfest.

Idee der Zinsportale im Grunde gut

Die Stiftung Warentest kritisiert allerdings nicht die Zinsportale an sich, vielmehr hält sie deren Grundidee für durchaus vorteilhaft. Immerhin ermöglichten diese den deutschen Sparern den unkomplizierten Zugang zu Festgeld – Offerten ausländischer Banken. Um von den lukrativen Sparanlagen zu profitieren, müssen Neukunden lediglich ihre Identität sowie ein Konto bei Partnerbank in Deutschland nachweisen. Im Handumdrehen stehen den deutschen Kunden internationale Angebote offen.

Einlagensicherung nicht bei allen Banken

Vielmehr bemängelt die Stiftung Warentest, dass zahlreiche Angebote der Zinsportale von Banken kommen, die aus wirtschaftlich schwächeren Ländern stammen. Als Beispiele nennen die Tester Bulgarien und Portugal, die beide durch die Finanzkrise stark durchgerüttelt wurden und deren Wirtschaft recht schwach läuft. Fraglich ist, ob Sparer im Falle einer Bankpleite ihre EU-weit garantierte Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro tatsächlich zeitnah erhalten. Doch bei einer Geldanlage im Ausland sollte man darauf generell achten.

Sparanlagen bei ausländischen Banken: Nachteile

Bei so manchem Angebot der Zinsportale können sogar richtige Fallstricke lauern. So gibt die Stiftung Warentest etwa zu bedenken, dass bei vielen Banken im Ausland ohne eine deutsche Niederlassung eine sogenannte Quellensteuer auf Zinszahlungen erhoben wird, welche die Rendite erheblich schmälert. Doch apropos Steuer: Manche Banken zahlen den kompletten Zins für eine Geldanlage wie etwa Festgeld, die mehrere Jahre läuft, erst zum Ende der Laufzeit in einer Gesamtsumme aus – die Crux: Auch dies ist steuerpflichtig. Zudem bieten einige Institute, deren Offerten über die Zinsportale vermittelt werden, für ein mehrjähriges Festgeld keinen Zinseszins.

Fazit: So schwer das Sparen in der Niedrigzinsphase auch fällt, wird es den meisten Anlegern wohl lieber sein, ihr Geld für weniger Rendite sicher zu investieren, als dieses gewinnbringend aber riskant anzulegen.

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