Geräteversicherungen: Angebote von Z bis Apple

(Bild) GeräteversicherungKennen muss man die Geräteversicherung nicht. Sie gehört zu jenen Versicherungen, die weniger bekannt sind und deren Empfehlung sehr zu differenzieren ist. Daher sollten die einen Verbraucher darauf achten, nicht die Katze im Sack zu kaufen und die anderen darauf, die Geräteversicherung an sinnvollen Stellen auszunutzen.

Eine Geräteversicherung bekommt man beispielsweise im Multimedia-Fachgeschäft angeboten. Wer einen Computer, Laptop, Fernseher oder auch ein teures Smartphone kauft, kann diese Option wahrnehmen oder aber auch eine Garantieverlängerung wählen. Beides soll helfen, wenn das neue Gerät einen Defekt hat oder aber gestohlen ist.

Vorsicht bei Geräteversicherungen

Kunden sollten allerdings sehr genau aufpassen, was ihnen angeboten wird. Oft ist gerade an der Kasse keine Zeit, sich mit Details auseinanderzusetzen. Darum braucht die Versicherungspolice keinesfalls in Eile abgeschlossen werden, egal was der Verkäufer sagt. Zweitens sollte man die Leistungen der Versicherung unter die Lupe nehmen, denn manchmal lohnt der Abschluss der Versicherung nicht, auch wenn das entsprechende Gerät sehr kostspielig war. Um von der Geräteversicherung zu profitieren, muss sie passend zu den Bedürfnissen gestaltet werden.

Anschlussgarantie oder Geräteversicherung

Entweder man versichert seinen Gegenstand sofort, dann sollte man eine Geräteversicherung abschließen; oder aber man nimmt die Anschlussgarantie war und verlängert somit die Garantieleistung ab dem Zeitpunkt, wo die des Herstellers ausläuft. Die Schwäche der Geräteversicherung, wenn sie nur grundlegende Leistungen wie Beihilfe bei einem Schaden gewährt, ist, dass sie bei Abschluss zum Kaufzeitpunkt parallel zur Herstellergarantie wirkt. Verbraucher sind dann sozusagen doppelt versichert, bekommen im Schadensfall sogar nur selten Geld, da während der Garantiezeit eines Geräts keine Reparaturkosten anfallen. Andererseits gibt es auch Angebote, bei denen die Geräteversicherung kostenlos ist, so lange die Herstellergarantie läuft. Hier lohnt sich der Abschluss eher.

Eine weitere „Falle“ ist die Beweislastumkehr. Sollte sie in der Versicherungspolice der Geräteversicherung auftauchen, ist sie genau zu lesen. Sie besagt zumeist, dass nach einer gewissen Zeit der Versicherungsleistung der Verbraucher in der Pflicht ist, zu beweisen, dass ein Schaden in die Garantieleistung fällt und nicht auf eigenem Ungeschick basiert. Oft ist das aber kaum nachweisbar. Die Versicherung haftet dann bestenfalls noch für den Zeitwert im Moment des Schadens. Zumeist fällt dieser Wert aber schon nach dem Kauf rapide ab. Ein Smartphone für 700 Euro ist nach zwei Jahren noch etwa ein Drittel wert; ein Fernseher für 1.000 hat nach zwei Jahren noch einen Wert von vielleicht 300 Euro. Hier kann es sinnvoller sein, statt eines finanziellen Ersatzes ein Ersatzgerät zu vereinbaren, welches finanziell gleichwertig ist. Fällt das iPhone mal aus, bekommt man so eins von der Versicherung. Aus dieser Handhabe wird auch ersichtlich: Eine durchdachte Geräteversicherung lohnt sich für Geräte, auf die man in gewisser Hinsicht angewiesen ist.
Außer eines Defekts schützt die Geräteversicherung aber auch vor Diebstahl, was sie prinzipiell attraktiv macht, da man mit ihr statt einer komplexen Hausratversicherung einzelne Wertgegenstände schützen kann. Hier ist die Schwachstelle der Policen oft die selbe, wie bei anderen, ähnlichen Versicherungen: Die Bedingungen dafür, dass die Versicherung haftet, sind standardmäßig so angesetzt, dass sie sich unwahrscheinlich bewahrheiten. Kaum ein Verbraucher kann sein Handy, Laptop oder Fernseher aber „immer im Blick“ behalten, um persönlich darauf zu achten. Wäre dem so, bräuchte es auch keine Versicherung. Viel eher verschwinden wertvolle Geräte aus dem Spint, Rucksack oder Auto. Dies sollte die Versicherung berücksichtigen.

Preis und Leistung

Schließlich stellt sich die Frage, was eine Geräteversicherung insgesamt kosten sollte, wenn sie im Gegenzug einen guten Versicherungsschutz ohne die genannten Mängel bietet. Natürlich unterscheiden sich die einzelnen Tarife preislich sehr. Kriterien sind Anbieter, das zu versichernde Gerät sowie die Laufzeit der Versicherung. Für fünf Jahre Laufzeit sollte die Police aber nicht mehr als 15 Prozent kosten. Verbraucher können sich aber auch fragen, wie hoch das Risiko eines Schadens oder Diebstahls bei der persönlichen Handhabe des Gerätes ist und dies gemeinsam mit dem Wert des Gerätes dem Gesamtkaufpreis gegenüberstellen. Schätzt man das Risiko beispielsweise auf zehn Prozent in fünf Jahren, wäre einem die Versicherung für einen 600 Euro teuren Fernseher persönlich 60 Euro wert. Conrad Electronics versichert somit preiswert ein 600 Euro Smartphone für einmalig 29 Euro auf vier Jahre. Auch Karstadt ist mit 40 Euro für eine dreijährige Garantieverlängerung günstig. Inzwischen bietet aber selbst Apple eine Geräteversicherung an, die bei den zahlreichen iPhones und ihrem hohen Wert einen extra Blick wert ist.

Geräteversicherung von Apple

Das Angebot von Apple nennt sich „AppelCare+“. Seit September 2013 erst ist es verfügbar. Apple bietet damit eine Geräteversicherung zu den hauseigenen Artikeln, die bis 30 Tage nach dem Kauf noch abgeschlossen werden kann. Im Vergleich zu anderen Geräteversicherungen besonders ist die Option, das Gerät für einmalige 99 Euro sogar gegen selbstverschuldete Schäden zu versichern, sofern sie unbeabsichtigt waren. Sollte ein Schaden entstehen, zahlt man für das iPhone 69 Euro, für das iPad 49, um es reparieren oder ersetzen zu lassen. In anderen Policen sind solche Schäden hingegen gar nicht abgedeckt. Wie Apple den Missbrauch dieser Versicherung kontrollieren will, bleibt allerdings fraglich, doch seitens des Verbrauchers klingt dies soweit attraktiv. In den USA allerdings musste der Preis aufgrund der verdächtig vielen Vorfälle schon von 49 auf 79 Dollar angehoben werden.

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